Miserere Nobis!

Hilfe für Katholikinnen und Katholiken mit gleichgeschlechtlichen Neigungen

Was tun

Was tun?


Das Kreuz mit den Schwulen...

Nicht nur die Kirche als Ganze, sondern auch ihre Glieder und sogar christliche Einrichtungen (etwa "Ex-Gay Ministries") tun sich schwer mit den "Schwulen" - also Menschen mit gleichgeschlechtlichen Neigungen, insbesondere denen, die diese ausleben.

Das geht von völliger Akzeptanz oder totaler Gleichgültigkeit ("Leben und leben lassen", "wenn sie sich doch lieben", "solange sie niemandem weh tun") über Unsicherheit und damit Tapsen im Dunkeln ("Try & Error") bis hin zur herablassenden Arroganz ("Wir lieben den Sünder, aber hassen die Sünde" - als ob man selbst kein Sünder wäre!) oder gar dämonischer Verurteilung ("Ihr fahrt alle zur Hölle!" - Ja, die Bibel und die Lehre der Kirche reden von "Sünden, die zum Tod führen", es ist aber immer noch die Entscheidung Gottes, wer darunter fällt und wer nicht.).

Nichts davon ist wirklich hilfreich - weder für die Betroffenen noch für die Kirche als Ganze.

Wer Menschen liebt, will das Beste für sie - und das Beste ist immer noch das Beste in Gottes Augen, nicht in unseren. Wer Mitchristen nicht ermahnt, liebt sie nicht, sondern will nur Unannehmlichkeiten vermeiden. Wer jedoch nicht absolut jeden (!) Menschen bedingungslos (also ohne "aber" hinter "ich liebe dich"!) liebt, kann sich nicht als Jünger Jesu bezeichnen.

Jesus selbst hat die Sünderin, die gesteinigt werden sollte, gerettet - ohne dass sie einen Ton von sich gab (geschweige denn ihr bisheriges Leben bereute). Ja, Er wies sie anschließend darauf hin, fortan nicht mehr zu sündigen, das war aber keineswegs Vorraussetzung für Seine Liebe, die sich in Taten erwies.

Bezeichnenderweise aber vergessen die meisten den Missionsauftrag Jesu dabei, also hinaus(!!) zu gehen, Menschen zu taufen und zu Jüngern Jesu zu machen.

Das heißt demnach nicht, einfach nur kirchliche Veranstaltungen anzubieten, Homepages ins Netz zu stellen oder für Seelsorge-Angebote zu werben und zu warten, ob und bis jemand an die Tür klopft.

Nichts davon tat Jesu. Er ging ZU denjenigen Menschen, was Seinerzeit ein unglaublicher Skandal war!

So habe ich mich kürzlich und für einige Zeit in einigen schwulen Dating-Portalen angemeldet (für Menschen mit ungewollten gleichgeschlechtlichen Neigungen nicht nachahmenswert!). Ja, in der "Höhle des Löwen" zu sein, ist für Christen nicht ohne Risiko - auch für mich war es schwer, in meine Vergangenheit zuirückzukehren. Nicht immer habe ich dabei eine gute Figur gemacht.

Habe ich es bereut? Nein!! Ich hatte einige erstaunliche Unterhaltungen und Treffen. Manch einer war überrascht darüber, dass hier einer war, dem es nicht einfach nur um potentielle Sexangebote auf dem Fleischmarkt geht und hat mir bereitwillig aus seinem Leben und von seinen Sorgen und Leidenschaften erzählt. Auch ich habe persönliche Dinge geteilt. Dadurch habe ich mehr gelernt als in Jahren "christlicher" Tätigkeit!

Die Menschen dort wissen größtenteils nichts von "Ex-Gay MInistries", sie haben oft augrund negativer Erlebnisse verzerrte Vorstellungen von dem, was Kirche ist und schon gar nicht können sie sich vorstellen, dass sie wegen sich selbst geliebt werden und dass es da noch ein anderes Leben jenseits der Szene gibt.

All das wird in meine künftige Tätigkeit einfließen.

Ich bin jedem dankbar, den ich auf diesem Weg kennenlernen durfte.

“I imagine a young man coming up to me as his pastor and saying, through tears, “I find myself attracted to men instead of women. I feel so dirty. I’m so ashamed. I feel bad, miserable, and mad at myself and like a failure before God every second of the day.” In this situation I would eventually get to the call of Christian discipleship to live in purity of thought and deed, but that’s not where I would start because this man already feels impure. I’d tell him that feeling this does not make him a failure, and that the desire to walk in holiness is evidence of the Spirit’s work in his life. I’d tell him about the good news of the gospel. I’d tell him that I’m not the way I’m supposed to be either. I’d tell him that Jesus is a sympathetic high priest, that he intercedes for us, that he knows what it’s like to be tempted and tried. I’d tell him that God gives us limps and thorns for our good and for our glory. I’d tell him that God can use our struggles to bless us and to bless others through us.”

DeYoung
(Source: https://www.crosswalk.com/blogs/christian-trends/10-questions-for-christians-who-support-gay-marriage.html?fbclid=IwAR09Gyb_7u7S6RextNoSEYYNlh6N_uyc678kFzO0fgLotfiA7EG_FqM-3ao)