Miserere Nobis!

Hilfe für Katholikinnen und Katholiken mit ungewollten gleichgeschlechtlichen Neigungen

Unser Auftrag


Folgende Punkte beschreiben unsere Tätigkeit und unsere Überzeugungen:


  • Wir sind katholisch.
  • Als solche sind unsere Grundlagen die Heilige Schrift, das Lehramt und die Tradition der Kirche sowie der Katechismus der Katholischen Kirche.
  • Trotzdem sind wir eine unabhängige Organisation.
  • Unser Auftrag ist es, Katholikinnen und Katholiken mit ungewollten gleichgeschlechtlichen Neigungen eine helfende Hand anzubieten.
  • Wir betreiben keine Therapie, sondern bieten Seelsorge, Einzel- und Gruppenberatung, Seminare und Informationen für Interessierte an.
  • Wir sind hierfür bestrebt, uns laufend fortzubilden.
  • Wir sehen uns solidarisch mit ähnlichen Einrichtungen ("Ex-Gay Ministries").
  • Bei Bedarf werden wir auch in der Öffentlichkeit tätig.
  • Wenn möglich, versuchen wir auch den Kontakt zu uns bekannten Priestern zu vermitteln.


Ihr seid doch für Menschen mit "ungewollten" gleichgeschlechtlichen Neigungen da. Heißt das nicht automatisch, dass diese Menschen dann ihre Neigungen dann ändern wollen? Führt das nicht logischerweise zur "Konversionstherapie"?

Keineswegs. Viele von uns hatten in frühester Jugend mit dem Anbruch der Pubertät und den ersten gleichgeschlechtlichen sexuellen Empfindungen eine tiefe Ablehnung diesen Neigungen gegenüber. Diese Ablehnung hat sich dann oft ihr ganzes Leben lang nicht geändert. Andere sind erst in späteren Jahren zu diesem Entschluss gekommen. Das heißt aber nicht automatisch, dass sie dann "heterosexuell" sein wollen. Für diejenigen unter uns etwa, die Christinnen und Christen sind, ist diese Frage unerheblich. Wir wollen mit ganzem Herzen Jesus Christus nachfolgen. Menschen mit gleichgeschlechtlichen Neigungen haben in vielerlei Hinsicht aus der Norm fallende Gaben und Talente. Sie müssen ihre sexuelle Energie also nicht zwangsweise in gleichgeschlechtlichen sexuellen Begegnungen ausleben, sondern können sie verwenden, um diese Gaben und Talente zu stärken und fördern. Nicht nur in der freien Wirtschaft kann es von Vorteil sein, die Dinge anders als alle anderen Menschen zu sehen und anzugehen. Mit "ungewollten" gleichgeschlechtlichen Neigungen meinen wir also, dass wir diese nicht ausleben wollen - weder in der schwulen Szene noch in einer gleichgeschlechtlichen Beziehung. Das bedeutet nicht, dass wir unsere Neigungen deshalb verleugnen, unterdrücken oder was auch immer. Wir definieren uns nur nicht über sie und haben für uns entschieden, dass wir ein anderes Leben führen möchten. Gleichzeitig bieten wir den Menschen Unterstützung an, die ebenso denken und empfinden.

Diese unsere freie Entscheidung bitten wir doch zu respektieren. Es ist in hohem Maße verwerflich, wenn uns von psychischen Krankheiten bis zur Selbstverleugnung alles Mögliche unterstellt wird, ohne jemals mit uns Kontakt aufgenommen zu haben.

Mit der Toleranz und dem Respekt ist es nämlich so eine Sache - die kann man nicht einfach nur für sich selbst einfordern, die muss man auch anderen gewähren.


Wenn ihr keine Therapie für Homosexuelle anbietet, warum finden sich dann auch einschließliche Videos und anderes Material darüber auf eurer Homepage?


Wir sind für Freiheit. Gedankenfreiheit, Freiheit der Wissenschaft und vor allem Freiheit eines jeden Individuums, sich die Therapie seiner/ihrer Wahl zu suchen.


Wir lehnen eine diesbezügliche Einschränkung der Wissenschaft, der religiösen Glaubensfreiheit und der Entscheidungsfreiheit jedes Einzelnen ab.


Diese Zeiten hatten wir bereits - und sie haben nicht gut geendet.



Werben wir für "Konversionstherapien"?


Wir sind eine Seelsorge-Organisation, also bieten wir keine Therapien an noch werben wir für solche.

Wir treten jedoch für das Recht eines jeden Menschen ein, Informationen zu erhalten. Menschen mit gleichgeschlechtlichen Neigungen, deren Angehörige und Freunde sowie allgemein Interessierte sollten alles zu diesem Thema erfahren, was es aktuell gibt. Nur wer eine Angelegenheit aus verschiedenen Perspektiven betrachtet, kann ein vernünftiges Urteil fällen. Vor allem kann er/sie das Urteil dann frei fällen - und bekommt dafür notwendige Informationen nicht vorenthalten.

Wir sind allerdings nicht dafür verantwortlich, was andere denken. Wir können niemanden davon abhalten, dies als "Werbung" für eine "Konversionstherapie" zu betrachten, auch wenn dies nicht unsere Absicht ist.

Abgesehen davon kennen wir nicht mal jemanden im deutschsprachigen Raum, der eine derartige Therapie durchführt...