Miserere Nobis!

Hilfe für Katholikinnen und Katholiken mit ungewollten gleichgeschlechtlichen Neigungen

Trans

Trans(-gender, -sexuell, -vestit)

Transgender (lateinisch trans ‚jenseits von‘, ‚darüber hinaus‘ und englisch gender ‚soziales Geschlecht‘) ist eine Bezeichnung für Personen, deren Geschlechtsidentität nicht oder nicht vollständig mit dem nach der Geburt anhand der äußeren Merkmale eingetragenen Geschlecht übereinstimmt oder die eine binäre Zuordnung ablehnen. Der zunehmende Gebrauch der Bezeichnung Transgender zeigt eine Abkehr von dem in Rechtsprechung und Gesetzgebung vorherrschenden, heteronormativen und auf körperliche Eindeutigkeit fokussierten Konzept der Transsexualität, dessen pathologisierender Kontext von der Medizin und Sexualforschung der 1970er Jahre geprägt wurde. In Abgrenzung dazu wird auch von Transgeschlechtlichkeit, Transidentität und Trans* gesprochen. Diese Bezeichnungen dienen als Überbegriff der Selbst- oder Fremdbeschreibung sowie der Positionsbestimmung für Transgender-Personen mit weiblicher (Transfrau) sowie männlicher (Transmann) Geschlechtsidentität und alle Identitätsformen dazwischen. Zunehmend erfährt Transgender eine Bedeutungserweiterung, wonach auch Identitätskonzepte außerhalb der Norm der Zweigeschlechtlichkeit, wie z. B. non-/nichtbinär, genderqueer (vgl. queer), Bigender, Pangender, genderfluid, Agender oder Neutrois, in das Begriffsspektrum von Transgender integriert werden.

Transgeschlechtlichkeit ist unabhängig von sexueller Orientierung. Personen, die Transgender sind, können z. B. heterosexuell, homosexuell, bisexuell oder asexuell sein oder eine nähere Bezeichnung ihrer Sexualität ablehnen.

Das Gegenteil von Transgender ist Cisgender (von lateinisch cis ‚diesseits‘ als gegensätzliche Präposition zu trans). Die Bezeichnung Cisgender-Personen beschreibt Personen, deren Geschlecht bzw. Geschlechtsidentität und Geschlechtsausdruck mit dem Geschlecht übereinstimmt, dem sie bei der Geburt zugewiesen wurden.

Der Grad, zu dem Personen sich mit ihrer äußerlichen Erscheinung wohl fühlen und ihre authentische Identität annehmen, wurde als Transgender-Kongruenz (siehe Engl. transgender congruence) bezeichnet. Viele Transgender-Personen erleben Geschlechts- bzw. Gender-Dysphorie (siehe gender dysphoria in der englischen Wikipedia), und manche streben daher medizinische Maßnahmen an, z. B. Hormontherapie und geschlechtsangleichende Operationen. Nicht alle Transgender-Personen jedoch möchten diese Maßnahmen, und manche können sie nicht in Anspruch nehmen, z. B. aus medizinischen Gründen.

Viele Transgender-Personen sind beispielsweise am Arbeitsplatz und bei Arztbesuchen Diskriminierung ausgesetzt. In vielen Ländern sind sie nicht gesetzlich vor Diskriminierung geschützt. In Deutschland sind sie "nach heute ganz überwiegender Ansicht" durch Artikel 3 Grundgesetz geschützt, obwohl die sexuelle Identität dort nicht explizit in der Liste der Diskriminierungsverbote erwähnt wird.


Transsexualität oder Transsexualismus (von lateinisch trans = hinüber, jenseits; und sexus = Geschlecht(steil)) bezeichnet eine unvollständige Identifikation eines Menschen mit dem ihm nach Geschlechtsmerkmalen von anderen zugewiesenen Geschlecht. Diese geschlechtliche Inkongruenz wird oft mit „im falschen Körper geboren“ beschrieben, obwohl es den betroffenen Menschen um die geschlechtliche Ausprägung des Körpers geht. Nach falscher Zuweisung kann es für die betreffende Person auch zum Wunsch nach geschlechtsangleichende Maßnahmen kommen.

Nach Definition der WHO ist Transsexualität der Wunsch, als Angehöriger eines anderen Geschlechtes zu leben und anerkannt zu werden.

Entsprechend wird in der Medizin unter Transsexualität verstanden, dass ein Mensch auch geschlechtsangleichende Maßnahmen wünscht, um mit seiner persönlichen Geschlechtsidentität besser leben zu können.

Harry Benjamin (1885–1986), ein Pionier auf dem Gebiet der Transsexualitätsforschung, beschrieb, dass transsexuelle Menschen wegen eines sehr starken inneren Leidensdrucks eine weitestgehende körperliche und soziale Angleichung an das empfundene innere Geschlecht wünschen. Benjamin unterschied auch zwischen verschieden starken Ausprägungen von Transsexualismus.

Im Gegensatz zu den Begriffen Heterosexualität und Homosexualität definiert der Begriff Transsexualität keinerlei Aussage über die sexuelle Orientierung oder das Sexualverhalten der Betroffenen. Stattdessen ist zum Verständnis von Transsexualität die Geschlechtsidentität (englisch: gender identity) bestimmend und zentral, von der die Körpermerkmale abweichen. Seit etwa 1985 wird deshalb im deutschsprachigen Raum auch der Begriff Transidentität zunehmend verwendet, der jedoch weiter gefasst ist als Transsexualität, und u. a. auch verschieden weitgehende Formen der Geschlechtsangleichung beinhaltet. Transsexualität wird häufig als die weitestgehende Ausprägung eines ganzen Spektrums an Menschen verstanden, die ihren Körper nicht oder nur teilweise (z. B. nur durch Hormontherapie) angleichen wollen. Den verwendeten Begriffen Transsexualität, Transidentität und Transgender ist gemeinsam, dass sie in der Medizin, im Recht und von den Betroffenen selbst sehr unterschiedlich verstanden und gehandhabt werden. Beispiel dafür ist etwa das Transsexuellengesetz, das seit 2011 auch für Menschen ohne operative Eingriffe die Möglichkeit der Personenstandsänderung bietet.

Nach ICD-10, der bis Juni 2018 gültigen Fassung der Internationalen Klassifizierung von Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme der Weltgesundheitsorganisation, zählte Transsexualismus (F64.0) als Geschlechtsidentitätsstörung zu den Persönlichkeits- und Verhaltensstörungen. Diese Klassifikation wurde mit der ICD-11, welche im Juni 2018 verabschiedet wurde, gestrichen. Stattdessen ist gender incongruence („geschlechtliche Nichtübereinstimmung“) enthalten, welches wertfrei als Zustand verzeichnet ist, welcher medizinisch von Belang ist. Der neue Katalog soll 2022 in Kraft treten, 2019 wird er den WHO-Mitgliedsstaaten vorgelegt.


Cisgender (lateinisch cis- ‚diesseits‘ und englisch gender ‚soziales Geschlecht‘), auch Zisgender, Zissexualität und Zissexualismus genannt, bezeichnet die Zuschreibung für Personen, deren augenscheinliches Geschlecht zum Zeitpunkt der Geburt („Hebammengeschlecht“), mit dem sie im Geburtenregister eingetragen wurden (auch Geburtsgeschlecht, oder rechtliches Geschlecht genannt), mit ihrer sich in den ersten Lebensjahren entwickelnden Geschlechtsidentität zusammenfällt.

„Cisgender“ ist somit das Gegenteil von „Transgender“ (lateinisch trans- ‚jenseitig‘, ‚darüber hinaus‘) und trifft auf die überwiegende Mehrheit der Menschen zu.

Den Ausdruck Zissexualismus bzw. Zissexuelle führte der Sexualwissenschaftler Volkmar Sigusch 1991 ein, um auszudrücken, dass es Cissexuelle geben müsse, wenn es Transsexuelle gebe, und dass das als normal unterstellte Zusammenfallen von Körpergeschlecht und Geschlechtsidentität keine Selbstverständlichkeit sei:

„Apropos Zissexuelle. Wenn es Transsexuelle gibt, muss es logischerweise auch Zissexuelle geben. Die einen sind ohne die anderen gar nicht zu denken. Gestattet habe ich mir, die Ausdrücke Zissexualismus, Zissexuelle, Cisgender usw. einzuführen (Sigusch 1991, 1992, 1995), um die geschlechtseuphorische Mehrheit, bei der Körpergeschlecht und Geschlechtsidentität scheinbar natural zusammenfallen, in jenes falbe Licht zu setzen, in dem das Objektiv des Geschlechtsbinarismus, in dem nosomorpher Blick und klinischer Jargon die geschlechtsdyphorische Minderheit, namentlich die sogenannten Transsexuellen, ganz sicher erkennen zu können glauben. Das lateinische cis- bedeutet als Vorsilbe: diesseits. […] Das lateinische trans- bedeutet als Vorsilbe: hindurch, quer durch, hinüber, jenseits, über – hinaus. […] Zissexuelle befinden sich folglich (vom Körpergeschlecht und damit vom kulturellen Bigenus aus gesehen) diesseits, Transsexuelle jenseits. Und das Neo-Logische am Transsexualismus ist, dass er sein eigentlich immer schon logisches Gegenstück, den Zissexualismus, grundsätzlich ins Zwielicht rückt. Indem der Transsexualismus beweist, dass auch die Geschlechtlichkeit ein kulturell Zusammengesetztes und psychosozial Vermitteltes ist, fallen Körpergeschlecht und psychosoziale Geschlechtsidentität bei den »Normalen«, die bisher die einzig »Gesunden« waren, nicht mehr fraglos zusammen. Das geht aber ans kulturell Eingemachte.“

– Volkmar Sigusch: Sexualitäten: Eine kritische Theorie in 99 Fragmenten, 2013.

Es existieren weitere umgangssprachliche, weniger geläufige Bezeichnungen für Cisgender-Personen, wie „geborene Frauen/Männer“ oder „genetische Männer/Frauen“ oder auch „Biomann“ und „Biofrau“, in Anlehnung an „Transmann“ („Trans-Mann“) und „Transfrau“ („Trans-Frau“), die jedoch als diskriminierend wahrgenommen werden können. Das analoge Cisgender-Begriffspaar ist „Cis-Mann“ und „Cis-Frau“.


Unter Transvestitismus (lat. trans „hinüber“, vestire „kleiden“) wird das Tragen der Bekleidung eines anderen Geschlechts verstanden. Transvestitismus ist unabhängig von der sexuellen Orientierung und kommt sowohl unter Heterosexuellen als auch Homosexuellen vor.


Androgynie (von altgriechisch ἀνήρ, Genitiv ἀνδρός andros ‚Mann‘ und γυνή gyne ‚Frau‘) bedeutet „männliche und weibliche Merkmale vereinigend“. Es wird oft synonym zu „zwitterhaft“ verwendet, was aber biologisch nicht korrekt ist.


Der Begriff Cross-Dressing bezeichnet, unabhängig vom jeweiligen Beweggrund, das Tragen der spezifischen Bekleidung des anderen Geschlechts. Die Motive reichen vom Verkleiden oder Ausdruck persönlichen Mode-Stils über Protest gegen Geschlechter-Stereotype bis hin zum Ausdruck einer nicht zum biologischen Geschlecht passenden Geschlechtsidentität.

Das Wort wurde in den frühen 1970er Jahren in den USA von einer Gruppe von heterosexuellen Cross-Dressern geprägt, um die bestehenden Assoziationen von Transvestitismus zu Schwulen und transvestitischem Fetischismus zu vermeiden. Während der Begriff schnell aufgegriffen wurde, um jedes Tragen andersgeschlechtlicher Bekleidung zu bezeichnen, trifft man es auch noch in der ursprünglichen Bedeutung an. Ein Cross-Dressing, das Ausdruck der Geschlechtsidentität einer Person ist, wird zu Transgender gerechnet, anderes Cross-Dressing nicht. Allerdings ist es bei historischen Personen nicht mehr nachvollziehbar, inwieweit ihr Cross-Dressing eine Frage der Geschlechtsidentität war.


Als Dragking (in Anlehnung an Dragqueen) wird eine Frau bezeichnet, die innerhalb einer Bühnenrolle in typisch männlicher Kleidung und Aussehen stereotype männliche Verhaltensweisen darstellt oder persifliert. Darüber hinaus gibt es eine Reihe von Dragkings, die sich selbst nicht in einem heteronormativen Kontext als Frau verstehen oder selbst Männer sind, die bestimmte Arten der Männlichkeit, beispielsweise Machismus, überspitzt darstellen. Die Aktivität von Dragkings wird auch als Kinging bezeichnet. Das Kinging geschieht zum Teil auch im Alltag, zum Teil im geschützten Bereich einer subkulturellen Szene. Der Begriff Drag stammt aus dem Englischen und bedeutet in diesem Zusammenhang Verkleidung oder Kostüm und bezieht sich auf das Tragen der Kleidung des jeweils anderen Geschlechts.


Eine Dragqueen ist ein Mann, der in künstlerischer oder humoristischer Absicht durch Aussehen und Verhalten eine Frau darstellt.

Eine Dragqueen unterscheidet sich von einem Travestie-Künstler in der Hinsicht, dass dieser in verschiedene Frauenrollen schlüpft und auch prominente Frauen imitiert oder parodiert, während die Dragqueen eine feste Rolle mit eigenem „Drag-Namen“ hat. Dabei sind die Übergänge fließend, und es gibt auch Kombinationen. In beiden Fällen stellt ein Mann zeitweise eine Frau dar, empfindet sich aber weiterhin als Mann. Damit unterscheiden sich Dragqueens und Travestie-Künstler von Personen, deren psychologische Geschlechtsidentität nicht mit dem biologischen Geschlecht übereinstimmt.


(Quelle: Wikipedia. Abgerufen am 13.08.2019)


Die Tatsache, dass jemand körperliche Veränderungen hat (seien sie nun in den primären Geschlechtsmerkmalen, dem Gehirn oder der DNA), begründet noch lange kein "drittes Geschlecht", ebenso wenig wie gleichgeschlechtliche Empfindungen eine eigene sexuelle Identität darstellen. Erst recht nicht auf Grund der Selbstwahrnehmung in beiden Fällen. Derartiges anzunehmen ist absurd und führt - konsequent weiter gedacht - zu noch absurderen Schlussfolgerungen.


"In the very first chapter of the very first book of the Bible, we read these words: 'Male and female he created them' (Gen. 1:27c).
“The transgender revolution is in fact nor a revolution but a rebellion, a rebellion against
the very clear teaching of Scripture and the very nature of the universe. Gender is not a construct. It is reality." [Stephen J. Nichols, A Time for Confidence: Trusting God in a Post-Christian Society, (Orlando, FL.: Reformation Trust, 2016), p. 45}


Es ist doch wissenschaftlich nachgewiesen, dass die Gehirne von transsexuellen Menschen ähnliche Strukturen haben wie die des Geschlechts, zu dem sie sich zugehörig fühlen.


Selbst wenn dem so sein sollte - was will man damit sagen? Dass diese Menschen auch biologisch zu dem "gefühlten" Geschlecht gehören? Das ist angesichts der immer noch enormen biologischen Unterschiede absurd. Dass sie damit ein "eigenes" Geschlecht begründen? Das ist noch absurder, vor allem, wenn man diesen Gedanken konsequent in seiner "Logik" weiter führt: Wir alle haben unterschiedliche Gehirnstrukturen. Ab welchem Punkt haben wir dann das "Recht" auf ein eigenes Geschlecht? Da würden wir bald Millionen von Geschlechtern haben. Wir haben auch einen Teil der DNA mit Tieren gemeinsam. Heißt das nun, wir sind Tiere? Nein, es gibt nur zwei Geschlechter - und das ist gut so.