Miserere Nobis!

Hilfe für Katholikinnen und Katholiken mit ungewollten gleichgeschlechtlichen Neigungen

Masturbation

Masturbation


Katechismus der Katholischen Kirche


"2352 Masturbation ist die absichtliche Erregung der Geschlechtsorgane, mit dem Ziel, geschlechtliche Lust hervorzurufen. „Tatsache ist, daß sowohl das kirchliche Lehramt in seiner langen und stets gleichbleibenden Überlieferung als auch das sittliche Empfinden der Gläubigen niemals gezögert haben, die Masturbation als eine in sich schwere ordnungswidrige Handlung zu brandmarken", weil „der frei gewollte Gebrauch der Geschlechtskraft, aus welchem Motiv er auch immer geschieht, außerhalb der normalen ehelichen Beziehungen seiner Zielsetzung wesentlich widerspricht". Der um ihrer selbst willen gesuchten geschlechtlichen Lust fehlt „die von der sittlichen Ordnung geforderte geschlechtliche Beziehung, jene nämlich, die den vollen Sinn gegenseitiger Hingabe als auch den einer wirklich humanen Zeugung in wirklicher Liebe realisiert" (CDF, Erkl. „Persona humana" 9).

Um ein ausgewogenes Urteil über die sittliche Verantwortung jener, die sich hierin verfehlen, zu bilden und um die Seelsorge danach auszurichten, soll man affektive Unreife, die Macht eingefleischter Gewohnheiten, Angstzustände und weitere psychische oder gesellschaftliche Faktoren berücksichtigen, welche die moralische Schuld vermindern oder sogar aufheben."

(Quelle: http://www.vatican.va/archive/DEU0035/_P8B.HTM)


Was ist das eigentlich, Masturbation?


Nun, bei der Masturbation erregt man sich durch direktes körperliches Reizen bzw. direkte körperliche Manipulation an den Geschlechtsorganen selbst, um damit sexuelle Lust hervorzurufen. In der Regel - wenn auch nicht zwangsweise - geht Masturbation bis zum Orgasmus. Andere Wörter für Masturbation wären etwa: Selbstbefriedigung, Ipsation oder Onanie - wobei dieser Ausdruck weniger geeignet ist.


Und warum ist der Begriff "Onanie" weniger geeignet?


"Onanie" beruft sich auf die Sünde des Onan im Alten Testament (Gen. 38,8-10). Hier liegt aber keine Masturbation vor, da Onan lediglich mit der Frau seines verstorbenen Bruders keine Kinder zeugen wollte. Er vollzog den "Coitus Interruptus", das heißt er "ließ den Samen zur Erde fallen und verderben".


Warum sprechen sich manche Menschen gegen ein Verbot der Masturbation aus?


Hier werden vor allem Argumente aus dem Bereich der Medizin, der Biologie oder auch der Psychologie angebracht.


Warum sollte man als Christ denn überhaupt gegen Masturbation sein?


Masturbation geht schlichtweg am Plan Gottes für menschliche Sexualität vorbei. Sexualität braucht auch ein "Gegenüber" - also einen anderen Menschen. In der Bibel wird Sexualität nur im Kontext einer heterosexuellen, monogamen und lebenslangen Ehe zwischen Mann und Frau befürwortet. Und dies zum Besten aller Beteiligten - nicht zuletzt der daraus eventuell hervorgehenden Kinder!


Ist Masturbation dann eine schwere Sünde? Wie ist Masturbation denn dann zu beurteilen?


Es gibt Menschen, die Masturbation eher für ein Symptom halten, das auf Mangelerscheinungen in ganz anderen Beeichen verweist. Ein Kennzeichen für Masturbation mag vielleicht sein, dass wir heute denken, dass jedes Verlangen und jeder Wunsch, den wir haben, auch sofort erfüllt werden muss. Ein bloßes "Verbot" würde hier allerdings nicht unbedingt etwas bringen. Manche entwickelten auch Angstvorstellungen und verfielen so in eine Art "Zwangsonanie". Es bring hier vielleicht mehr, Gottes Plan und Sinn für menschliche Sexualität zu vermitteln sowie auf die oft dahinter stehenden Bedürfnisse einzugehen. Manche Menschen benutzen Masturbation etwa als eine Art "Schmerz- oder Betäubungsmittel" gegen Ärger, Verletzungen, Missbrauch, Langeweile usw. Sich dessen bewusst zu werden und gleichzeitig zu verstehen, dass Gott zu unserem eigenen Besten vorgesehen hat, dass Sexualität ein Gegenüber, also einen anderen Menschen braucht, ist unabdingbar.


Was muss man bei jungen Menschen besonders beachten?


Junge Menschen sind in ihrer sexuellen Entwicklung und Identitätsfindung noch nicht gefestigt. Schnell flüchtet man aus der Realität, fixiert sich auf diverse Fantasien (die man eventuell auch versucht, in die Tat umzusetzen), man bekommt zwar eine "Erleichterung", aber nicht die, die für menschliche Sexualität vorgesehen ist und entwickelt so vielleicht völlig falsche Vorstellungen und Erwartungen. Andere wiederum mögen versucht werden, lethargisch zu werden und sich einfach nur gehen zu lassen.

Manchmal - wenn auch eher selten - ist Masturbation auch ein Notsignal, das auf Überlastungen und Vernachlässigungen seelischer und emotionaler Art in Verbindung mit einer lustfeindlichen Grundeinstellung hinweist. Masturbation kann so auch zum Zwanghaften werden. Hier liegt das Problem nicht nur im Akt des Masurbierens selbst, sondern in der Einstellung der eigenen Person gegenüber (siehe auch E. Drewermann, Psychoanalyse und Moraltheologie, Bd. 2: Wege und Umwege der Liebe, Mainz 1983, S. 183).

Masturbation kann also durchaus auch ein Symptom oder Signal sein und als solches verdient es auch näherer Interpretation, besonders was die Frage der ethischen Beurteilung betrifft.


(Quelle: http://www.fernkurswuerzburg.de/)



Selbstbefriedigung

Selbstbefriedigung (Masturbation[1], Selbstbefleckung, Ipsation, Autoerotik, fälschlich Onanie) ist die absichtliche Erregung der Geschlechtsorgane bis zum Orgasmus (mit entsprechenden Ausscheidungen), die ein Mensch an sich selbst vornimmt mit dem Ziel, geschlechtliche Lust hervorzurufen.[2]

Der um ihrer selbst willen gesuchten geschlechtlichen Lust fehlt „die von der sittlichen Ordnung geforderte geschlechtliche Beziehung, jene nämlich, die den vollen Sinn gegenseitiger Hingabe als auch den einer wirklich humanen Zeugung in wirklicher Liebe realisiert“ (CDF, Erkl. „Persona humana“ 9).

Der einzelne Akt der Selbstbefriedigung mag noch nicht großes Unheil anrichten, doch disponiert er zur Wiederholung (die Erfüllung, die der einzelne Akt nicht bieten kann, wird in der Häufung gesucht) und damit zur süchtigen Fixierung auf einen unreifen Sexualgenuss, der der Persönlichkeitsreifung im Weg steht.[3]

Sittlich objektive Bewertung

Das kirchliche Lehramt in seiner langen und stets gleichbleibenden Überlieferung als auch das sittliche Empfinden der Gläubigen haben niemals gezögert, die Selbstbefriedigung als eine in sich schwere ordnungswidrige Handlung und Verstoß gegen die Keuschheit, zu brandmarken, weil „der frei gewollte Gebrauch der Geschlechtskraft, aus welchem Motiv er auch immer geschieht, außerhalb der normalen ehelichen Beziehungen seiner Zielsetzung wesentlich widerspricht“ (vgl. KKK 2352). Schon Thomas von Aquin zählte die Selbstbefriedigung zu den Lastern gegen die Natur.[4] Die frei gewollte "Selbstbefrieidgung" ist in 1 Kor 6,9 EU (Lustknaben) unter den Sünden, die vom Reiche Gottes ausschließen,[5] ebenso schließt sich der Mensch, bis zur aufrichtigen Beichte, von der sakramentalen Kommunion aus.[6]

Außerhalb des sittlichen Bereiches liegt der Orgasmus im Schlaf (beim Mann: Pollutio nocturna).[7]

Sittlich subjektive Verantwortung

Ein Beichtvater muss, um ein ausgewogenes Urteil über die sittliche Verantwortung jener, die sich hierin verfehlen, zu bilden und um die Seelsorge danach auszurichten, affektive Unreife, die Macht eingefleischter Gewohnheiten, Angstzustände und weitere psychische oder gesellschaftliche Faktoren berücksichtigen, welche die moralische Schuld vermindern oder sogar auf ein Minimum einschränken können (KKK 2352). Nicht immer liegt eine schwere Schuld vor.[8] Im allgemeinen darf jedoch nicht von vornherein das Fehlen einer schweren Verantwortung angenommen werden. Dies hieße nämlich, die sittliche Urteilsfähigkeit der Menschen zu verkennen.[9][10] Wenn ein Mensch von der Selbstbefriedigung nicht loskommt, wird der Beichtvater den Menschen dennoch in der Beichte lossprechen. Ja, er wird sogar zum Betreffenden sagen, er brauche nicht immer gleich zur Beichte gehen, wenn es wieder einmal schiefgegangen ist, sondern könne – Reue vorausgesetzt – die Sakramentale Kommunion empfangen.[11]

Ursachen und deren Überwindung

Eine der für das Phänomen der Selbstbefriedigung verantwortlichen Ursachen ist das Fehlen der Ausgeglichenheit und des Gleichgewichts im sexuellen Bereich. Andere Ursachen oder Anlässe sind nur sekundärer Natur, auch wenn sie ihr Auftreten erleichtern oder zu ihrer Fortsetzung beitragen. Das pädagogische Bemühen muss sich mehr auf diese Ursachen richten als auf die direkte Bekämpfung oder Unterdrückung dieses Phänomens. Nur so kann man beim Jugendlichen die Entwicklung des Triebes wirksam unterstützen, nämlich jenes innere Heranreifen, das ihn zu einer fortschreitenden Beherrschung seiner Triebwelt führt, einem Fortschritt, den gerade die eben erwähnten Ursachen mehr oder weniger zu verhindern suchen. Furcht, Drohungen oder Einschüchterungen physischer oder geistiger Art helfen hier nicht weiter. Sie begünstigen vielmehr Zwangszustände, die das sexuelle Gleichgewicht in Gefahr bringen und den jungen Menschen auf sich selbst fixieren, statt ihn für die Mitmenschen aufzuschließen. Der Erfolg wird hier, wie auch in anderen Fällen, davon abhängen, wie weit man sich der wirklichen Ursache der Störung bewusst wird. In dieser Richtung sollte sich die erzieherische Bemühung bewegen.[12]

Ein tiefblickender Erzieher und Ratgeber muss sich bemühen, die Ursachen dieser Verirrung festzustellen, um dem Heranwachsenden zu helfen, die Unreife zu überwinden, welche in dieser Gewohnheit liegt. Der Erzieher muss wissen, dass die Selbstbefriedigung und andere Formen der Selbsterotik Zeichen für viel tiefere Probleme sind. Diese führen zu einer geschlechtlichen Spannung, die der Betreffende durch das erwähnte Verhalten zu lösen sucht. Deshalb muss das erzieherische Bemühen mehr auf die Gründe als auf die direkte Unterdrückung solcher Verhaltensweise gerichtet sein.[13]

Um sich in der praktischen Seelsorge ein angemessenes Urteil in den einzelnen konkreten Fällen zu bilden, wird das gewohnheitsmäßige Verhalten der Menschen in seiner Gesamtheit in Betracht gezogen werden müssen; und zwar nicht allein was die Übung von Liebe und Gerechtigkeit angeht, sondern auch was die Sorge um die Beobachtung des besonderen Gebotes der Keuschheit betrifft. Man wird besonders darauf achten, ob man sich der notwendigen natürlichen (z.B. kein Schweinefleisch, Maßhalten im Essen) und übernatürlichen Mittel (Gebet und Sakramente) bedient, die die christliche Askese auf Grund ihrer langen Erfahrung empfiehlt, um die Leidenschaften zu beherrschen und der Tugend zum Fortschritt zu verhelfen.[14]

Um dem Jugendlichen zu helfen, sich in eine Gemeinschaft der Liebe aufgenommen und dem Eingeschlossensein in das eigene Ich entrissen zu fühlen, muss der Erzieher «die Tatsache der Selbstbefriedigung entdramatisieren und nicht nachlassen, dem Betreffenden seine Achtung und sein Wohlwollen zu bezeigen». Er muss ihm helfen, sich sozial einzuordnen, sich anderen gegenüber zu öffnen und sich für sie zu interessieren. So kann sich der Betroffene von dieser Form der Selbsterotik befreien und einer hingebenden Liebe zuwenden, die zu einem gereiften Gefühlsleben gehört.[15]


Beurteilung der Masturbation zur Samengewinnung

"Und nun stellt sich uns eine andere Frage, zu deren Behandlung die lateinische Sprache angemessener ist.[1] Wie unser natürliches Empfinden sich gegen eine inseminatio artificialis ausspricht, so verbietet derselbe sittliche Grundsatz, aus dem sich die Norm des Handelns ableiten muß, daß man sich für fachgemäße Untersuchung menschlichen Samen mit Hilfe der Masturbation verschaffe.

Diesen Gegenstand behandelten Wir auch schon in Unserer Ansprache an die Teilnehmer des Urologenkongresses am 8. Oktober 1953, in der Wir ausführten: « Im übrigen hat das Heilige Officium bereits in einer Verlautbarung vom 2. August 1929 (AAS 21 [1929] 490) entschieden, daß eine Samengewinnung durch direkt hervorgerufene Masturbation unerlaubt ist, was immer der Zweck der Untersuchung sei." Da Uns jedoch berichtet wurde, daß solches verkehrte Verfahren schon vielerorts überhand nimmt, halten Wir es für angebracht, Unsere früheren Mahnungen jetzt zu wiederholen und neu einzuschärfen.

Wenn derartige Akte zur Befriedigung der Libido gesetzt werden, lehnt sie schon das natürliche Empfinden des Menschen unwillkürlich ab, erst recht aber immer das reife und richtige Urteil des Verstandes. Dieselben Akte sind aber auch dann zu verwerfen, wenn sie aus gewichtigen Gründen entschuldbar scheinen, wie z. B. als Heilmittel für jene, die an nervöser Überspannung oder an anormalen psychischen Krampfzuständen leiden, zur ärztlichen mikroskopischen Untersuchung des Samens, der durch venerische oder andere Krankheitserreger infiziert erscheint, zur Untersuchung der verschiedenen Bestandteile, aus denen der Same ordnungsmäßig zusammengesetzt ist, um das Vorhandensein der Lebenselernente, ihre Zahl, Menge, Form, Bewegung, Verhalten usw. festzustellen.

Die Beschaffung des menschlichen Samens durch Masturbation ist unmittelbar auf nichts anderes ausgerichtet als auf die volle Betätigung der natürlichen Zeugungsfähigkeit des Menschen. Diese volle Betätigung stellt, außerhalb des ehelichen Aktes vorgenommen, einen direkten und unzulässigen Gebrauch dieser Fähigkeit dar. In diesem so gestalteten unberechtigten Gebrauch der Naturfähigkeit ist eigentlich die innere Verletzung der Sittenordnung gelegen. Denn der Mensch hat keineswegs das Recht zum Gebrauch der Geschlechtskraft schon allein deshalb, weil er sie von der Natur empfangen hat. Dem Menschen nämlich wird (im Gegensatz zu den übrigen vernunftlosen Lebewesen) das Recht und die Vollmacht, diese Fähigkeit zu gebrauchen und auszuüben, nur in der gültig geschlossenen Ehe gegeben, und im ehelichen Recht ist enthalten, was durch die Eheschließung gegeben und empfangen wird. Daraus geht klar hervor, daß der Mensch allein aus dem Grunde, daß er von der Natur die Geschlechtskraft erhalten hat, nur die Fähigkeit und das Recht auf die Ehe besitzt. Dieses Recht jedoch wird nach Gegenstand und Umfang vom Naturgesetz und nicht durch Menschenwillen bestimmt. Kraft des Naturgesetzes aber kommt dem Menschen das Recht und die Vollmacht zur vollen, direkt angestrebten Ausübung der Geschlechtskraft nur zu, wenn er den ehelichen Gattenakt der Vorschrift gemäß vollzieht, welche die Natur selbst aufgestellt hat. Außerhalb dieses natürlichen Aktes gibt es nicht einmal in der Ehe das Recht, die Geschlechtskraft voll zu gebrauchen. Das sind die Grenzen, die dem genannten Recht und seiner Ausübung von der Natur selbst gesetzt sind. Dadurch nun, daß der volle Gebrauch der Zeugungskraft unabdingbar durch den ehelichen Gattenakt umschrieben wird, ist sie ihrem Wesen nach imstande, den natürlichen Zweck der Ehe voll zu erreichen (der nicht allein in der Zeugung, sondern auch in der Erziehung der Nachkommenschaft besteht). Deshalb bleibt auch ihre Ausübung mit dem genannten Ziel verknüpft. Darum liegt die Masturbation ganz außerhalb des natürlichen, für den vollen Einsatz der Geschlechtskraft geltenden Bereichs und darum auch außerhalb ihrer Verknüpfung mit dem naturgesetzten Ziel. Die Masturbation entbehrt also jeglicher Berechtigung und widerspricht den Gesetzen der Natur und Sittlichkeit, auch wenn sie an sich berechtigten und einwandfreien Zielen dienen sollte. Was bisher über die innere Unsittlichkeit jeglichen vollen Gebrauchs der Zeugungsfähigkeit außerhalb des ehelichen Aktes gesagt wurde, gilt gleichermaßen für Verheiratete und Unverheiratete, ob nun die volle Betätigung der Sexualorgane vom Mann oder der Frau, oder von beiden zusammen vorgenommen wird, ob sie durch Manipulationen oder durch Unterbrechung des Gattenaktes geschieht. Immer handelt es sich um einen naturwidrigen und in sich unsittlichen Akt.


Päpstliche Schreiben

Pius XI.

2. August 1929 Heiliges Offizium: Eine Samengewinnung durch direkt hervorgerufene Masturbation ist unerlaubt, was immer der Zweck der Untersuchung sei (AAS 21 [1929] 490)
Pius XII. (S. ob ihrer intrinseca malitia ist unvereinbar mit dem Sittengesetz)

19. April 1952 Ansprache Soyez les bienvenues über das Wesen des Sittengesetzes und der Situationsethik.
8. Oktober 1953 Ansprache Nous vous saluons an die Teilnehmer am XXVI. Kongress der italienischen Urologenvereinigung (AAS 45 [1953] 673-679); (Soziale Summe Pius' XII. Bd. I, Nr. 2315-2336).
19. Mai 1956 an die Teilnehmer des II. Weltkongresses für Fruchtbarkeit und Sterilität über Fruchtbarkeit und Sterilität in der Ehe (AAS 48 [1956] 472f; Soziale Summe Pius' XII. Bd. III, Nr. 4717-4733).

Johannes XXIII.

15. Juli 1961 Heiliges Offizium: Monitum Cum compertum habeat über falsche Meinungen betreffs der Sünden gegen das VI. Gebot und über psychoanalytische Untersuchungen. Hinsichtlich Schuld oder Schuldlosigkeit bei der Selbstbefriedigung sind Pauschalurteile fehl am Platz (AAS 53 [1961] 571).[16]

Paul VI.

11. April 1974 Kongregation für das katholische Unterrichtswesen: Leitgedanken für die Erziehung zum priesterlichen Zölibat, Nr. 63.
29. Dezember 1975 Kongregation für die Glaubenslehre: Erklärung Persona humana zu einigen Fragen der Sexualethik, Nr. 9.

Johannes Paul II.

1. November 1983 Kongregation für das katholische Bildungswesen: Schreiben Orientierung zur Erziehung in der menschlichen Liebe, Hinweise zur geschlechtlichen Erziehung, Nr. 98-100.
22. Februar 1987 Kongregation für die Glaubenslehre: Instruktion Donum vitae über die Achtung vor dem beginnenden menschlichen Leben und die Würde der Fortpflanzung, B. DIE HOMOLOGE KÜNSTLICHE BEFRUCHTUNG, Nr. 5+6.
1992 Katechismus der Katholischen Kirche, Nr. 2352.
8. Dezember 1995 Päpstlicher Rat für die Familie: Schreiben Menschliche Sexualität, Wahrheit und Bedeutung an die Bischöfe der Katholischen Kirche über Orientierungshilfen für die Erziehung in der Familie, Nr. 102-103.
siehe: Unzucht, Pornografie


Weblinks

Selbstbefriedigung im Lexikon der christlichen Moral von Karl Hörmann.
[http://www.kathtube.com/player.php?id=44988 Weg in die Freiheit! Ein Zeugnis (free!ndeed)
Anmerkungen
↑ von manu stupratio = mit der Hand schänden oder mas turbatio [K. Landauer]: Leonhard Weber in: LThK, 2. Auflage, Band 7, Sp. 1157, Onanismus: II. Selbstbefriedigung.
↑ KKK 2352; Selbstbefriedigung im Lexikon der christlichen Moral von Karl Hörmann.
↑ Selbstbefriedigung im Lexikon der christlichen Moral von Karl Hörmann.
↑ vitia contra naturam (S. th. 2 II q. 154 a. 11).
↑ K. Hilgenreiner in: LThK 1. Auflage, Band 2, Sp. 721 - Selbstbefriedigung unter Onanie. behandelt .
↑ angemerkt: 25. Juli 1986 Kongregation für die Glaubenslehre: Als Theologe nicht geeignet‚, wer vom Lehramt abweicht: "Die verschiedenen abweichenden Positionen, die die Kongregation nicht gelten lässt, nämlich betreffs des Rechtes auf öffentliche Abweichung vom Ordentlichen Lehramt, der Unauflöslichkeit der vollzogenen sakramentalen Ehe, Abtreibung, Euthanasie, Masturbation, künstlicher Empfängnisverhütung, vorehelichen Geschlechtsverkehrs und homosexueller Handlungen wurden sorgfältig genug in den oben angeführten Bemerkungen im Juli 1983 aufgelistet und sind seither veröffentlicht worden.
↑ Selbstbefriedigung im Lexikon der christlichen Moral von Karl Hörmann.
↑ Persona humana, Nr. 9; Menschliche Sexualität, Wahrheit und Bedeutung, Nr. 103.
↑ vgl. Persona humana, Nr. 9.
↑ Die Lehre Pius' XII in La famiglia è la culla über die konkrete Sündhaftigkeit der Selbstbefriedigung trifft nicht krankhafte Fälle, sondern jede laxististische Beurteilung (wiewohl z. B. ex imperfectione actus bes. in der Pubertät die Schuld weitgehend fehlen kann): Leonhard Weber in: LThK, 2. Auflage, Band 7, Sp. 1157, Onanismus: II. Selbstbefriedigung.
↑ 'Amoris laetitia' und die Lehre der Kirche kath.net am 28. November 2016 von Prof. Josef Spindelböck.
↑ Leitgedanken für die Erziehung zum priesterlichen Zölibat, Nr. 63.
↑ Orientierung zur Erziehung in der menschlichen Liebe, Nr. 99.
↑ Persona humana, Nr. 9.
↑ Orientierung zur Erziehung in der menschlichen Liebe, Nr. 100.
↑ Leonhard Weber in: LThK, 2. Auflage, Band 7, Sp. 1157, Onanismus: II. Selbstbefriedigung.

Quelle: http://kathpedia.com/index.php?title=Homosexualit%C3%A4t, http://www.kathpedia.com/index.php?title=Fruchtbarkeit_und_Sterilit%C3%A4t_in_der_Ehe#Beurteilung_der_Masturbation_zur_Samengewinnung

"Eure Leiber sind Glieder Christi

Schwestern und Brüder!
Der Leib ist aber nicht für die Unzucht da,
   sondern für den Herrn,
und der Herr für den Leib.
Gott hat den Herrn auferweckt;
er wird durch seine Macht auch uns auferwecken.

Wisst ihr nicht, dass eure Leiber Glieder Christi sind?
Wer sich an den Herrn bindet,
   ist e i n Geist mit ihm.

Hütet euch vor der Unzucht!
Jede andere Sünde, die der Mensch tut,
   bleibt außerhalb des Leibes.
Wer aber Unzucht treibt,
   versündigt sich gegen den eigenen Leib.

Oder wisst ihr nicht,
   dass euer Leib ein Tempel des Heiligen Geistes ist,
   der in euch wohnt und den ihr von Gott habt?
Ihr gehört nicht euch selbst;
denn um einen teuren Preis seid ihr erkauft worden.
Verherrlicht also Gott in eurem Leib!"


(1 Kor 6,13c-15a.17-20)



“To be pure, to remain pure, can only come at a price, the price of knowing God and loving him enough to do his will. He will always give us the strength we need to keep purity as something beautiful for God. Purity is the fruit of prayer.”

Blessed Mother Teresa


Dr. Mark Laaser sagt, dass die drei Säulen der Sexsucht folgende sind: Fantasie, Pornographie und Masturbation. "Fantasie wird erzeugt von einem Bedürfnis danach, tiefe Sehnsüchte zu erfüllen. Pornographie zeigt Bilder, wie das getan werden kann. Masturbation ist der physische Ausdruck der vielleicht einzigen Berührung oder Zuwendung, die der Süchtige erhält. Die drei sind in einem Zyklus angeordnet. Pornographie stimuliert Fantasie. Fantasie muss ausgedrückt werden. Masturbation erlaubt eine "Erleichterung" dieses Bedürfnisses. Es gibt aber ein Problem in diesem Zyklus: Während sie vielleicht das physische Bedürfnis nach Sex befriedigt, befriedigt sie nie den emotionalen oder spirituellen Hunger, der tief in der Seele ruht. Süchtige haben nie gelernt, diesen Hunger auf gesunde Art und Weise zu stillen. Stattdessen versuchen sie, dieses Bedürfnis auf die leichteste und am ehesten durchführbare Methode zu befriedigen. Sex erlaubt dem Süchtigen, zu entkommen und damit zeitlich begrenzt mit diesen Gefühlen fertig zu werden. (...) Immer mehr sexuelle Aktivität jedoch erzeugt auch immer mehr negative Gefühle. Dieser Teufelskreis macht die Sexsucht zu einem degenerierenden Prozess. Sie wird schlimmer."  (Mark Laaser, The Secret Sin)



Masturbation - der große Selbstbetrug

Gerade bei der Masturbation, also der Selbstbefriedigung, sehen wir am besten, wie leicht wir uns selbst betrügen - oder betrügen lassen.


Einige Beispiele für populäre Lügen:


- "Ich kann jederzeit damit aufhören und ich kann selbst bestimmen und kontrollieren, wann ich es tue!" (Tatsächlich? Na, dann versuche doch einmal, aufzuhören!)

- "Ich tue doch niemandem weh, wenn ich mit Fantasien masurbiere!" (Da war Jesus aber anderer Meinung!)

- "Es ist gut für dieGesundheit. Wer nicht masturbiert, bekommt Probleme mit der Prostata!" (Fern liegt es mir, an dieser Stelle medizinische Diskussionen zu führen. Nur ein Punkt: Dann müssten ja alle Priester und männlichen Ordensleute Prostata-Probleme haben. Warum ist das nicht so?)

- "Masturbation ist doch harmlos. Es ist ja kein Sex!" (Nein? Erstens kennt unser Gehirn nicht den Unterschied zwischen tatsächlichem Sex und Masturbation mit Fantasien. Es registriert nur, dass ein bestimmter Reiz - etwa einnachkter Mann- zu einem Orgasmus führt.Fragt einen Fachmann! Zweitens kommt es nicht gerade selten vor, dass wir unseren Fantasien bei der Masturbation freien Lauf lassen. Diese extremen Fantasien führen zu intensiveren Orgasmen, die man früher oder später auch in die Realität umsetzen will. Leicht verwechselt man auch Fantasie und Realität - etwa wenn man zusätzlich Pornos sieht und als heterosexueller Mann denkt, Frauen stehen tatsächlich auf solche Praktiken.)

- "Ich habe heute nicht wirklich masturbiert, ich hatte ja keinen Orgasmus!" (So ein Unsinn! In dem Moment, in dem du "Hand an dich legst" - oder vielleicht schon in dem Moment, in dem du dich mit Gedanken stimulierst oder deinen Empfindungen einfach nur freien Lauf lässt - befriedigst du dich selbst!)

- "Ich will ja gar nicht masturbieren, ich liege nur nackt im Bett / provoziere nur eine Erektion!" (Es fängt immer mit einem "nur" oder "bloß" an. Selbst wenn man anfangs "nur" dies oder jenes tun will - tief drinnen weißman doch, dass es nicht dabei bleibt und dass man sich bewusst "mehr" aussetzt. Wer mit dem Feuer spielt, verbrennt sich schnell!)

- "Es ist doch einfach nur ein wenig Spaß!" (Da fängt es an: Menschliche Sexualität ist nicht zum Privatvergnügen eines einzelnen gedacht, sondern immer auf ein "du", also einen Menschen des anderen Geschlechts bezogen! Zwei Menschen, die in der Ehe ein Fleisch werden - und deren Liebe so stark wird, dass sie ihr neun Monate später einen Namen geben müssen...)

- "Das ist doch eine prüde Sicht von Sexualität!" (Wirklich? Aber die vielen zerbrochenen Beziehungen, die geschiedenen Ehen, die ungewollten Schwangerschaften, die enorm hohe Zahl an ansteckenden Geschlechtskrankheiten, die immer extremer werdenden Sexpraktiken, die schrittweise Legalisierung von Formen der Sexualität, die zu allen Zeiten in allen Kulturen abgelehnt wurden - all das ist in Ordnung? Na, dann sind wir aber lieber "prüde"!)

- "Ich will doch nur Spannung abbauen!" (Das Problem bei dieser Einstellung: Man baut mit Masturbation nicht Spannung ab, sondern auf!)


Ein weiteres Problem bei Masturbation: Wir lernen, immer gleich eine "Belohnung" zu bekommen. Wir haben Lust auf Sex bzw. einen Orgasmus - also holen wir uns, was wir wollen. So werden wir schnell zum willenlosen Spielball unserer Lust.


Warum sich nicht in Selbstdisziplin üben? Das ist keine "Plage", sondern eine Tugend, die uns das wertschätzen lässt, zu dem Sexualität von Gott geschaffen wurde. Denn Sex ist nicht nur einfach "gut" oder gar "geil" - er ist heilig.