Miserere Nobis!

Hilfe für Katholikinnen und Katholiken mit ungewollten gleichgeschlechtlichen Neigungen

Heilung

Heilung?


Anmerkung: "Miserere Nobis" betreibt keinerlei Therapie. Die hier dargestellten Daten dienen Informationszwecken und ersetzen nicht den Gang zu einem Arzt oder Psychotherapeuten.



Alle Unterstützung für aktive Schwule, aber keine für die, die erst gar nicht dorthin wollen?

Menschen mit gleichgeschlechtlichen Neigungen haben in der Regel ein breites Angebot an Beratungs- und sonstigen Dienstleistungen zur Verfügung – wenn sie diese ausleben. Staatlicherseits dick subventioniert bleibt hier kaum ein Wunsch oder Bedürfnis unbefriedigt.
Will man/frau aber – aus welchen Gründen auch immer – dieses Leben verlassen oder erst gar nicht dorthin kommen, sieht es rabenschwarz aus.

Therapien

Ansprechpartner für psychotherapeutische Unterstützung: Die Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN). Auf eine Anfrage hin, ob es denn für Menschen mit ungewollten gleichgeschlechtlichen Neigungen Unterstützung gibt – wohlgemerkt nicht (!) automatisch für Menschen, die „heterosexuell“ werden wollen, kam eine sehr standardisierte Antwort: Zunächst wird man darüber belehrt, dass 1973 die amerikanische Psychiatervereinigung APA Homosexualität vom DSM (Liste der psychischen Krankheiten) gestrichen hatte. Als Folge davon wurde das 1991 auch bei uns (hier: der ICD) so gehandhabt. Homosexualität sei keine Krankheit, sondern eine häufige Form menschlichen Zusammenlebens. Sie bedürfe deshalb keiner Therapie.

Abgesehen davon, dass dies keine Antwort auf die ursprüngliche Frage war (es ging nicht um eine „Therapie“ von Homosexualität, sondern um therapeutische Begleitung bei der Suche nach einem alternativen Leben!), wird hier – bewusst oder unbewusst – ein wesentliches Detail verschwiegen.

Die Tatsache, dass Homosexualität aus dem DSM bzw. ICD genommen wurde, beruhte keineswegs auf neuen medizinischen Erkenntnissen. Die lagen damals schlichtweg nicht vor – und tun dies auch heute nicht. Der Grund hierfür war allein politischer Art – ein erheblicher Druck der Schwulenbewegung. Selbst heute also lässt sich die DGPPN instrumentalisieren und verschließt politisch nicht korrekten Forschungen den Weg.

Weiterhin heißt es in der Antwort, die DGPPN lehne „reparative Therapien“ oder „Konversionstherapien“ entschieden ab. Auch hier: dies war nicht Gegenstand der Frage. Außerdem konnte ich keine Organisation und keinen Therapeuten hier in Deutschland ausfindig machen, der eine „Konversationstherapie“ anbietet. Auch hier geht die DGPPN der Schwulenbewegung auf dem Leim. Reparative Therapie und Konversionstherapie werden hier fälschlicherweise in einem Atemzug genannt, beschreiben aber etwas ganz anderes. Während eine Konversionstherapie die sexuelle Orientierung verändern will (es gibt mittlerweile tatsächlich Anzeichen für eine „Fluidität“ menschlicher Sexualität – sie ist also keineswegs in Stein gemeiselt!), konzentriert sich die Reparative Therapie auf einige der Faktoren, die zur Entwicklung gleichgeschlechtlicher Neigungen beitragen, etwa eine Störung der Geschlechts-Identität, unerfüllte legitime Bedürfnisse, ein gestörtes Verhältnis zum gleichgeschlechtlichen Elternteil etc. Dies ist offenbar der DGPPN noch nicht einmal bekannt – sie bedient sich ungeprüft der Meinung von wissenschaftlichen Laien, die ihre eigene Agenda verfolgen. Selbst das Argument, Homosexualität sei eine „häufige“ Form menschlichen Zusammenlebens, ist wissenschaftlich irrelevant. Eine psychische Störung, die häufig auftritt, wird alleine dadurch ja auch noch nicht zum weniger pathologisch. Die Tatsache, dass es viele tun, macht etwas weder in moralischer noch in medizinischer Form „besser“ oder „schlechter“.

Als medizinischen „Beleg“ für die eigene Sichtweise führt die DGPPN an, es gebe keine empirische Evidenz (Nachweis) für günstige Effekte von Konversionsverfahren, wohl könne Patienten dadurch aber Schaden zugefügt werden. Erneut wird hier auf eine Verfahren polarisiert, dass weder bei uns allgemein angewandt noch gefragt wurde. Derart pauschalisierte Aussagen sind nicht wissenschaftlich und schon gar nicht ethisch vertretbar. Jeder Therapeut und jede Therapeutin kann dem Hilfesuchenden potentiell Schaden zufügen. Die Frage ist, ob dann die Therapieform als ganze oder der Therapeut Schuld hierfür trägt. Da die DGPPN sich offensichtlich noch nicht einmal mit den wissenschaftlichen Arbeiten hierzu befasst hat und alternative Therapiemodelle auch im Studium nicht Gegenstand der Lehre sind, kann sie hierzu auch keine gültige Aussage treffen. Würde man die von ihr getroffenen Aussagen auf alle Formen sexuellen Empfindens übertragen und damit alles mehr oder weniger als „normale“ Formen menschlichen Zusammenlebens hinstellen, würde dies zu absurden und unverantwortlichen Ergebnissen führen.

Die Mitarbeiterin der DGPPN (der ich noch nicht einmal böse Absicht unterstellen will!) weist weiterhin darauf hin, dass psychische Erkrankungen unabhängig von der sexuellen Orientierung „anhand der klinisch relevanten Symptome gemäß ICD-10 Kriterien klassifiziert“ werden und dementsprechend von Fachleuten therapiert werden sollen. Dies ist schon aus wissenschaftlicher Sicht ein unsinniges Vorgehen. Hier werden bewusst Faktoren und Ursachen ausgeklammert bzw. voneinander getrennt gesehen, die durchaus etwas miteinander zu tun haben können. Mit anderen Worten: Der Patient bekommt nicht die beste Hilfe, die verfügbar ist, da dies politisch nicht korrekt ist.

Womit wir beim Abschluss-Statement der DGPPN-Kollegin sind: "Direkt oder indirekt erfahrene Diskriminierung kann zur Entstehung psychischer Erkrankungen bei homosexuellen Menschen beitragen." Hier trägt die schwule Propaganda reiche Früchte: alles, was nicht politisch korrekt ist, ist „Diskriminierung“. Hier wird in unglaublicher Art und Weise unterstellt, dass Therapeuten, die oben genannten Ratsuchenden Hilfe anbieten, nicht wissenschaftlich arbeiten, sondern „diskriminieren“. So macht man es sich selbst sehr einfach – man muss sich erst gar nicht mit dem Thema in einer objektiven, wissenschaftlichen Herangehensweise befassen, sondern stellt Andersdenkende als Menschen zweifelhaften moralischen Charakters dar. Das ist nichts anderes als unselige Propaganda.

Die angestrebte Therapie, so die DGPPN, ziele nicht auf die Homosexualität ab, sondern auf die Konflikte, die in Verbindung mit religiösen, gesellschaftlichen und internalisierten Normen entstehen. Mit anderen Worten: der gute alte Leitsatz „Nicht der Homosexuelle hat ein Problem, sondern die Gesellschaft“. Ziel des Therapeuten sei es, dass sich der/die Homosexuelle wieder gut bei dem fühle, was er/sie tut und gegebenenfalls alle Einstellungen überwindet, die dem entgegen stehen. Das ist keine wissenschaftliche Therapie, das ist ideologisch motivierte politische Korrektheit par excellence. Hier fügt die DGPPN ihrerseits möglicherweise denen Schaden zu, die aus persönlichen, religiösen oder anderweitigen Gründen ein Ausleben ihrer Neigungen nicht für gut heißen können. Anstelle ihnen beizustehen und ihre Ansichten zu respektieren, sorgt die DGPPN noch für Schuld- und Schamgefühle und will ihnen Ansichten aufschwatzen, die nicht die ihren sind. Mit welchem Recht?


Die Krankenkassen

Hier hält man sich mit einer klaren Antwort auf die Anfrage bedeckt. Die AOK etwa geht erst gar nicht auf dieses Thema ein, sondern verweist allgemein auf Informationen zur Psychotherapie. Auch hier wird einem Ratsuchenden offenbar nicht weiter geholfen. Soll man vielleicht erst alle Therapeuten in der Gegend abklappern, um einen zu finden, der bereit ist, einem beizustehen?



Die Kirchen

Bei einem Pastor, einem Priester etc. Hilfe zu suchen, ist beinahe ein Glücksspiel. Manch einer wird hier das finden, was er/sie sucht, allerdings ist die Bandbreite der Haltungen, Meinungen, Ansichten und Herangehensweisen hier – selbst innerhalb einer Kirche – enorm. Wenige halten sich an das, was ihre eigene Lehrautorität verkündet. Viele handeln nach eigenem Gutdünken. Wirklich empfehlenswert ist dies für Betroffene nicht. Zu groß ist das Risiko hierbei, an „den Falschen“ zu geraten – mit unkalkulierbaren Konsequenzen.


Angebote im Bereich Lebensberatung und Seelsorge

Hier sieht die Lage etwas besser aus. Im Gegensatz zur landläufigen Meinung sind von anerkannten Lehreinrichtungen zertifizierte Lebensberater und Seelsorger in der Regel theoretisch und praktisch sehr gut ausgebildet und erfahren. Natürlich führen diese Einrichtungen keine Therapien durch, eine seelsorgerische Begleitung oder eine Teilnahme an einer Selbsthilfegruppe kann hier sehr hilfreich sein. Zu nennen sind hier etwa christliche Einrichtungen wie Wüstenstrom (www.wuestenstrom.de), das Weisse Kreuz (www.weisses-kreuz.de) oder Organisationen wie Jason International (http://jason-online.webs.com), der Partnerorganisation der internationalen, wohl ältesten Organisation auf diesem Gebiet: Homosexuals Anonymous (www.homosexuals-anonymous.com).


Fazit

Der Standpunkt der DGPPN soll hier auf keinen Fall verteufelt werden. Selbstverständlich sind psychische Krankheitsbilder von entsprechenden Psychotherapeuten oder Psychiatern zu behandeln. Betroffene sollten hier keinesfalls zögern, Hilfe zu suchen. Nötigenfalls klärt ein Eingangsgespräch, ob der Therapeut/Arzt bereit ist, die Einstellung des Patienten zu akzeptieren und nicht dagegen zu arbeiten. Gleichwohl werden die meisten Betroffenen alleine dadurch nicht die Hilfe finden, die sie brauchen. Abgesehen davon hat nicht jeder von ihnen eine psychische Erkrankung. Deshalb ist ein TNetzwerk von Freunden, Seelsorgern, Lebensberatern, Therapeuten, Ärzten usw. nicht nur sinnvoll, sondern notwendig. Der DGPPN kann man nur wünschen, dass sie nicht das nachplappert, was andere ihr vorplappern, sondern sich als Teil eines Netzwerkes siieht und dieses – wie auch die Ratsuchenden und deren Überzeugungen selbst – respektiert.


Was heisst hier "reparative Therapie"? Wollt ihr uns reparieren wie ein kaputtes Auto?

Das hat überhaupt nichts mit der reparativen Therapie zu tun. Die "Reparatur" geht hier vielmehr zunächst vom Homosexuellen selbst aus, der mit gleichgeschlechtlichen Empfindungen und Handlungen versucht, Verletzungen aus der Kindheit zu "reparieren". Sex allerdings wird den Betroffenen nicht das geben, was sie wirklich suchen, sondern allerhöchstens den Schmerz kurzfristig betäuben oder davon ablenken. Tatsächlich aber wird das Ganze nur noch schlimmer - man löscht Feuer mit Benzin und sucht an den falschen Orten nach Liebe und Bestätigung durch das eigene Geschlecht. Bei der reparativen Therapie lernen die Betroffenen unter anderem, dass man sehr wohl authentische emotionale Beziehungen zum eigenen Geschlecht aufbauen und somit die gleichgeschlechtlichen Neigungen reduzieren kann.


Gleichgeschlechtliche Empfindungen und Handlungen haben auch sehr viel mit Neid zu tun. Ein Mann will etwa wie ein anderer Mann sein, den er als besonders maskulin empfindet. Da er aber nicht wie er sein kann, will er ihn haben/besitzen - durch Sex. Viele Männer mit gleichgeschlechtlichen Neigungen wollen etwa einen "richtigen Mann". Ein richtiger Mann will aber eine Frau. Wenn ein Mann, den man als besonders männlich ansieht, tatsächlich auf ein sexuelles Angebot mit einem anderen Mann eingeht, hat er in Wirklichkeit dasselbe Problem wie man selbst.

Viele Männer mit gleichgeschlechtlichen Neigungen wollen auch besonders männlich aussehen. Sie trainieren sich Muskeln an, schneiden ihre Haare kurz, lassen sich Bärte wachsen, tragen Militär- und/oder Armeekleidung usw. Im Grunde wollen sie damit nur erreichen, dass andere Männer ihren männlichen Körper bewundern, sie so als Männer ansehen und in ihrer Männlichkeit bestätigen. Tatsächlich aber ist dies eine völlig überzeichnete Form von Männlichkeit und ein verzweifelter Versuch, auf diese Art und Weise von anderen Männern in ihrer Mitte als einer der ihren angesehen zu werden - ein Versuch, dessen Wurzeln teilweise bis auf die Kindheit zurückgehen.

(Quelle: u.a. Dr. Joseph Nicolosi)



Die Gesundheit homosexueller Menschen ist nicht anders wie die von heterosexuellen! Psychische Störungen kommen vielleicht von der falschen Art und Weise, mit Homosexuellen umzugehen oder von diesen Therapie- und Umpolungsversuchen von Fundamentalisten!

Ohne hier zu sehr auf den wissenschaftlichen Hintergrund einzugehen (viele nützliche Artikel hierzu finden sich etwa auf www.dijg.de), können wir nur aufgrund unserer eigenen Erfahrung sowohl in unseren eigenen Lebensläufen als auch in den vielen Gesprächen und Kontakten mit anderen Menschen mit gleichgeschlechtlichen Neigungen sagen, dass dem nicht so ist. Wir widersprechen zwar ausdrücklich der Behauptung, Menschen mit gleichgeschlechtlichen Neigungen ständig nur als “Kranke” zu sehen. Unsere Neigungen sehen wir keineswegs nur als etwas Negatives, sondern als Segen. Wir sind anders und das ist gut so. Gott hat uns andere Gaben mit- und aufgegeben und diese Gaben wollen wir reiche Frucht tragen lassen. Wir müssen nicht Kopien anderer Menschen werden, um Gott zu gefallen. Trotzdem sind wir nicht dasselbe wie Menschen, die rein heterosexuell empfinden. Hier geht es nicht nur um Begriffe wie "Gesundheit" oder "Krankheit". Sagen wir es einmal so: Viele von uns sind in der Lage, Gefühle weitaus tiefer zu empfinden wie ihre rein heterosexuell empfindenden Geschlechtsgenossen. Es ist, als wenn unser "Schalter" für Empfindungen weiter aufgedreht ist und uns Gefühle tiefer und intensiver empfinden lässt, als es vielleicht viele andere können. Das kann ein Geschenk wie auch ein Fluch sein – nicht umsonst gelten gerade Männer mit gleichgeschlechtlichen Neigungen oft als “verweichlicht”. Die Gefahr dabei ist, dass so manches außer Kontrolle oder unerträglich werden kann, was durchaus zu psychischen Problemen wie Depressionen, Angsterkrankungen oder Suizid-Versuchen führen mag. Hierfür kann man nicht einfach der Gesellschaft die Schuld geben. Genauso wenig kann man dies leugnen und behaupten, wir seien aus demselben Material gestrickt wie alle anderen. Auch das ist eine Form der Diskriminierung! Dies leugnet unser wahres Selbst und ist einfach nicht wahr! Derartige Behauptungen werden denn auch zumeist von Menschen gemacht, die selbst nicht gleichgeschlechtlich empfinden und keine Ahnung haben, wie es ist, so zu leben und zu empfinden!

Selbstverständlich gibt es auch eine falsche Art und Weise, mit Menschen mit gleichgeschlechtlichen Neigungen umzugehen. Zumeist wird aber unter “falsch” das verstanden, was der politische korrekten Auffassung widerspricht, es solle doch jeder und jede seine/ihre Neigungen nach Lust und Laune ausleben und dies bedingungs- und kritiklos akzeptiert werden. Damit hilft man niemanden – ganz im Gegenteil. Aus unserer eigenen Erfahrung heraus (eine Erfahrung, die Menschen, die solche Thesen verbreiten, zumeist nicht haben!) können wir nur davor warnen, hier zu naiv zu sein. Wir wollen hier keine Horrorszenarien beschreiben, was Menschen mit gleichgeschlechtlichen Neigungen so treiben, aber glauben sie uns, dass die durchschnittliche gleichgeschlechtliche Beziehung weitaus weniger monogam (nur auf einen Partner bezogen) und sexuell weitaus ausschweifender ist als die durchschnittliche heterosexuelle (wenngleich letztere aufholen), von spontanen und anonymen Sex-Kontakten ganz zu schweigen. Als Christinnen und Christen sind wir der tiefen Überzeugung, dass es Konsequenzen haben wird, wenn wir uns von Gottes Geboten abwenden und es schmerzt uns, dabei zuzusehen, wenn Menschen, die wir lieben, das tun. Gerade weil wir sie lieben, möchten wir ihnen sagen, warum wir uns für ein anderes Leben entschieden haben. Wir zwingen dies anderen nicht auf, möchten ihnen aber durchaus Alternativen aufzeigen. In gleicher Weise möchten wir Menschen mit rein heterosexuellen Neigungen schulen, wie sie anderen eine biblische und auf dem christlichen Glauben gegründete Sichtweise von Ehe, Familie und Sexualität geben können und ihnen dabei mit Liebe und Respekt begegnen, ohne jedoch von ihren Glaubensüberzeugungen abzuweichen. Man hilft niemandem, wenn man ihn oder sie um des lieben Friedens willen in etwas bestärkt, von dem man zutiefst überzeugt ist, dass es Gottes Willen widerspricht.

Auch halten wir es für unehrenhaft, immer wieder dasselbe nachzuplappern, was andere vorgeplappert haben, ohne sich selbst jemals mit Menschen wie uns getroffen und offen auseinandergesetzt zu haben. Wir polen niemanden um. Allein diese Ausdrucksweise empfinden wir schon als diskriminierend, umso mehr, wenn sie von Menschen kommt, die sich selbst als Christen bezeichnen. Was das Schlagwort "Therapie" angeht, so wird dieses meist so verwendet, also wolle man jemanden von einer Krankheit heilen. Wir sind zum einen eine Selbsthilfegruppe, machen also keine Psychotherapie oder ähnliches. Unser Programm kann von jedem bezogen und gelesen werden (ausschnittsweise auch online). Gleichwohl treten wir für das Recht eines jeden Menschen ein, sein Therapieziel mit einem qualifizierten Fachmenschen (und die gibt es auch in der Ex-Gay Bewegung!) selbst zu bestimmen. Wir verweisen auf die unzähligen wissenschaftlichen Abhandlungen zu diesem Thema wie auf die vielen internationalen anerkannten Therapeuten, die auf diesem Gebiet seit Jahrzehnten arbeiten und ebenso anerkannte wissenschaftliche Studien sowie Standardwerke verfasst haben. Diese Menschen einfach in eine radikale und "fundamentalistische" (ein Wort, das man heutzutage für alles verwendet, was einem nicht passt) Ecke zu schieben und ihre Methoden anzuzweifeln, ohne selbst ein Fachmann auf diesem Gebiet zu sein oder ohne sich selbst jemals damit beschäftigt oder mit Betroffenen ein offenes Gespräch geführt zu haben, lehnen wir als zutiefst unehrenhaft und auch unchristlich ab.

Wir "unterdrücken" unsere Neigungen auch nicht, sondern sind uns dieser Neigungen wohl bewusst. Gleichwohl haben wir gelernt, ein erfülltes Leben zu führen, ohne diese Neigungen auszuleben. Wir haben gelernt, bedeutsame gleichgeschlechtliche Freundschaften ohne jeden sexuellen Hintergrund aufzubauen und wir haben ebenso gelernt, darauf zu achten, was wir lesen, was wir im Fernsehen, im Internet oder sonstwo ansehen oder mit welchen Menschen wir Umgang haben und schließlich haben wir gelernt, Gott zum Zentrum unseres Lebens zu machen.

Menschen, die uns nie getroffen haben und uns nicht kennen, unterstellen uns nun, wir würden durch "Therapieversuche" (als ob es von vorneherein klar wäre, dass es keine Therapien geben kann, da nicht sein kann, was nicht sein darf!) psychisch krank werden. Was gibt diesen Menschen das recht, das zu tun? Wir haben viele eigene Erfahrungen und haben mittlerweile auch mit sehr vielen Gleichgesinnten Kontakt gehabt – national und international. Wir sind dem Herrn zutiefst dankbar, dass wir in dieser langen Zeit mit vielen unterschiedlichsten Menschen nicht einen einzigen getroffen haben, der/die durch das, was er/sie bei und durch uns und Menschen/Gruppen wie die unsere erfahren hat, psychisch krank wurde. Ganz im Gegenteil: wir durften viele Menschen begleiten, die ihr ganzes Leben verändert und an der Entwicklung ihrer Identität wie ihres Verhältnisses zu Gott zusammen mit Gleichgesinnten wie Fachleuten gearbeitet haben. Viele von ihnen sind mittlerweile verheiratet und haben Kinder. Eine große Anzahl von uns kann aus eigenen Erfahrungen berichten, dass wir zwar unter anderem wohl auch aufgrund unseres früheren Lebens in der schwulen Szene oder in schwulen Sex-Kontakten sowie aufgrund der unterschiedlichsten Faktoren, die einen Einfluss auf die Entwicklung unserer Neigungen Einfluss genommen haben, psychische Probleme bekommen haben, jedoch auch durch die enormen Veränderungen, die sich in uns selbst wie in unserem Leben vollzogen haben, psychisch wieder stabilisiert wurden und ein erfülltes Leben gefunden haben. Dies wurde bei so manchem von uns auch von Psychotherapeuten, Psychiatern oder Psychologen - oder auch Geistlichen und christlichen Brüdern und Schwestern - bestätigt, die uns jahrelang begleitet haben. Was gibt euch eigentlich das Recht, solche Behauptungen über uns aufzustellen? Ist es nicht ein Armutszeugnis, Menschen keine andere Alternative geben zu können und ihnen irgendwann einfach zu sagen, sie sollen doch leben, wie sie wollen, da sie es eh nicht schaffen werden, ein Leben in der Nachfolge Jesu Christi zu führen? Wir haben es geschafft, und zu behaupten, wir würden nicht existieren oder "Ausnahmen" würde es nicht geben, empfinden wir sowohl als Diskriminierung als auch als persönliche Beleidigung. Es gibt Tausende von uns, aber unsere Existenz anzuerkennen, würde ja heißen, dass man die eigenen Thesen und die eigene verdrehte "Theologie" - so gut sie auch gemeint gewesen sein mochten - schließlich doch grundsätzlich überdenken muss! Anzuerkennen, dass es einen einzigen Menschen gibt, der/die es geschafft hat, ein anderes Leben zu wählen, selbst wenn er/sie immer noch gleichgeschlechtliche Empfindungen hat - wenn auch weit weniger häufig und intensiv -, bedeutet für andere Menschen mit gleichgeschlechtlichen Neigungen nichts anderes, als dass man selbst keine Ausrede mehr hat. Welche theologische Sichtweise ist dies im übrigen, zu behaupten, dass man sich sowieso nicht ändern kann und somit Jesus umsonst am Kreuz gestorben ist! Oder im Gegensatz die Bibel und die kirchlichen Lehr-Aussagen solange umzudrehen und umzuinterpretieren, bis sie das gewünschte Ergebnis liefern?


Es gibt uns und ihr habt nun keine Ausreden mehr. Ihr könnt uns beschimpfen, radikalisieren oder gar kriminalisieren, aber es gibt uns immer noch.


Wo bleibt eigentlich das kirchliche Lehramt, wo bleibt das Magisterium, wenn es darum geht, das zu überprüfen, was so manche Theologinnen und Theologen mit kirchlichen Lehrauftrag - wenn auch mit den besten Absichten - von sich geben und was in so manchen Lehrmaterialien steht?



Es gibt Homosexuelle und es gibt Heterosexuelle. Beides sind eigenständige Formen der Sexualität und haben keinen gemeinsamen Ursprung.

Traurig, dass solche Thesen von christlichen Theologen vertreten werden. Warum? Weil es aus christlicher Sicht schlichtweg falsch - und selbst aus säkularer Sicht eine Position mit Konsequenzen ist. Aus eigener Erfahrung können wir euch sagen, dass es einen enormen Unterschied macht, welchen Blickpunkt man einnimmt. Wer sich etwa als "gay" bezeichnet, kauft sozusagen das ganze Paket: er/sie erzählt jedem, ob er es hören will oder nicht, dass er/sie schwul oder lesbisch ist. Nicht nur das: man fordert von der gesamten Welt, die gleiche Einstellung zur Homosexualität zu haben wie man selbst, ansonsten ist man schnell dabei, die "Gegenseite" mit Schimpfwörtern zu überhäufen und öffentlich durch den Dreck zu ziehen und in eine radikale, "fundamentalistische" Ecke zu drängen. Die Zugehörigkeit zur "Szene" wird außerdem nicht nur Öffentlichkeits-wirksam erklärt, sondern auch praktiziert - inklusive eines Sexualverhaltens mit oft (wenn auch nicht immer!) wechselnden Partnern und tendenziell weitaus extremeren oder zumindest "wilderen" Sex als der Rest der Welt. Man ist 24 Stunden am Tag "gay" und das ganze Leben scheint sich nur mehr darum zu drehen (wir überzeichnen hier bewusst, um die Unterschiede klarer herauszuarbeiten).
Dann gibt es die, die sich als "homosexuell" bezeichnen. Das sind Menschen, die nicht unbedingt etwas mit der schwul-/lesbischen Szene am Hut haben, sondern dieser sogar oft ablehnend gegenüberstehen und mit der offenen Zurschaustellung einen lauten, schrillen Form von Homosexualität nichts anfangen können. Sie sehen meist aus wie Otto Normalverbraucher und leben zumeist auch so. Hier finden sich auch längerfristigere Partnerschaften und auch sexuell ist man in der Regel gemäßigter als die erste Gruppe.
Schließlich gibt es noch die, die sich als das sehen, als das sie Gott geschaffen hat: heterosexuelle Menschen. Heterosexuelle Menschen, die - aus welchen Gründen auch immer (und selbst wenn diese genetischer Art sein mögen!) - gleichgeschlechtliche Neigungen haben. Für diese letzte Gruppe gibt es so etwas wie Homosexualität als eigenständige Form der Sexualität nicht (dieser Begriff ist im Übrigen noch relative jung!). Diese Gruppe vertritt im Grunde nichts anderes als das biblische Menschenbild - wofür sie auch ständig angegriffen und niedergemacht werden. Hier ist man sich offenbar für nichts zu schade. Man darf aber fragen, warum dies so ist. Wenn ich mir meiner eigenen Sexualität so sicher bin und sie wirklich für so natürlich und normal halte, wie dies Schwule und Lesben immer wieder behaupten, kann es mir erstens egal sein, ob diese nun "angeboren" ist oder nicht (ich würde hierauf keinen Gedanken verschwenden!), zweites könnte es mir völlig gleichgültig sein, ob es da Menschen gibt, die nicht so leben möchten. Warum sollte mich das auch stören? Mir geht es ja mit dem gut, was ich zu haben glaube und zu sein meine. Eine derartige Aggressivität gegenüber Ex-Gay Gruppierungen oder einfach nur traditionellen, konservativen Christinnen und Christen macht nur Sinn, wenn ich mir selbst absolut nicht so sicher bin, ob das, was ich da tue und zu sein vorgebe, wirklich mit einem rein heterosexuellen Leben zu vergleichen ist. Wenn ich tief in mir drin nicht so sein und so empfinden möchte, aber irgendwann aufgegeben und mich einem schwulen Leben hingegeben habe. Und jetzt kommen da Leute, die sagen, sie wollen nicht so leben und die offenbar sogar langfristig ihr Leben ändern können. Da tue ich mir natürlich schwer mit Ausreden mir selbst und anderen gegenüber. "Ich kann nicht anders", "ich bin so wie ich eben bin" usw. Klingt da auf einmal schal und leer.



Die Geschlechtsidentität entwickelt sich bereits in der Kindheit und kann weder verändert noch beeinflusst werden. Wer versucht, Homosexuelle zu therapieren, handelt unmenschlich, da er Homosexuelle zwingt, ihre Identität zu verleugnen. "Bekehrungen" oder "Veränderungen", wie sie von Fundamentalisten verkündet werden sind nichts anderes als Gehirnwäsche und unterdrückte Empfindungen. Erfolge gibt es nicht.

Unglaublich, dass auch solche Thesen von christlichen Theologen vertreten und verbreitet werden. Dies ist eine zutiefst christliche Einstellung und eine ebenso unchristliche Haltung anderen gegenüber - und vom biblischen und Hintergrund sowie von der überwiegenden Lehre des Christentums in den letzten 2.000 Jahren her schlichtweg falsch.

Selbstverständlich beginnt die Entwicklung der Geschlechtsidentität eines Menschen bereits in frühester Kindheit. Nicht umsonst wenden wir uns ausdrücklich gegen das heutzutage so populäre "Gender-Mainstreaming", das nette Worte verwendet, im Grunde aber die Grenzen zwischen den Geschlechtern leugnet und verschwinden lassen will. Auch muss man nur Standardwerke von Nicolosi, Satinover und anderen lesen, die nichts anderes behaupten. Oder man spricht mit Menschen mit gleichgeschlechtlichen Neigungen selbst. Wissen Sie, wie viele Männer mit gleichgeschlechtlichen Neigungen Problem mit ihrem Vater seit frühester Kindheit hatten? Ein Vater, den sie oft als emotional oder physisch abwesend oder zumindest nicht zugänglich wahrgenommen haben und der sie dazu brachte, den für sie so notwendigen Anschluss an die Welt der Männer nicht zu finden?

Schwule Gruppen, die an Schulen gehen möchten und dort den Kindern und Jugendlichen erzählen wollen, wie schön und toll ein homosexuelles Leben doch sei und wie wertvoll homosexuelle Erfahrungen sind etc., behaupten ja ebenso wie oben angeführte Thesen, man müsse nicht Angst haben, dass sie die Jugendlichen verführen wollen oder aus heterosexuellen Jugendlichen homosexuelle machen würden, da dies ja eh nicht gehen würde. Netter Versuch. Die Wahrheit sieht aber anders aus: Kinder und Jugendliche sind, was ihre sexuelle Identität und damit auch ihre Geschlechtsidentität angeht, noch in der Entwicklungsphase. Reibt man ihnen in dieser Zeit ständig unter die Nase, wie toll und befriedigend und unglaublich schwuler Sex ist, werden sie das natürlich irgendwann mal vielleicht auch ausprobieren wollen. Mit Konsequenzen unter Umständen für ihr weiteres Leben. Das können Konsequenzen gesundheitlicher Art sein (welcher Jugendliche kümmert sich schon jedes Mal um Kondome, selbst wenn man es ihm/ihr immer wieder sagt?), aber auch ihren gesamten weiteren Lebenslauf betreffen (ein Beispiel von vielen, das zeigt, wohin frühe homosexuelle Erfahrungen führen können: Joe Dallas - www.joedallas.com).

Es war schon immer eine Strategie der Schwulenbewegung, Gays in der Öffentlichkeit als ganz normale Menschen wie du und ich darzustellen. Natürlich gibt es auch solche in der schwulen Szene. Jeder, der aber selbst Kontakt mit der Szene hatte - und viele von uns haben hier einen reichen Erfahrungsschatz, wird Ihnen bestätigen könne, dass eine langfristige und monogame Beziehung mit "ganz normalen Sex" und einem Lebensstil wie Otto Normalverbraucher in der Szene eine sehr große Ausnahme ist. Die schwule Szene zelebriert Sex - auch und gerade extremen Sex. In der Regel findet niemand Anstoß an schwulen Pornos, an Gruppensex in Saunas oder auf irgendwelchen Toiletten, Sado-Maso Praktiken, an Praktiken, die Ausscheidungen wie Urin beinhalten, an gemeinsamen Sex in dunklen Parks und vielem mehr. Hier soll nicht ein übertriebenes negatives Bild gezeichnet werden. Natürlich gibt es auch Schwule, die dies nicht tun. Die Tendenz zu extremeren und wilderen bzw. ausgefalleneren Sex ist weitaus deutlicher als bei heterosexuellen Paaren. Auch die Zahl der Sexpartner ist durchschnittlich höher. Dies wird von der schwulen Szene auch nicht als schlecht gesehen – man stellt sich aber ungern so in der Öffentlichkeit dar. Schließlich will man dort ein Ziel erreichen: die eigene Sichtweise zum allgemeinen Gesetz erheben und alle, die diese nicht teilen, in eine radikale, “fundamentalistische” und extreme Ecke zu drängen. Es ist schon interessant, dass man Ex-Gay Bewegungen und Therapieformen “Gehirnwäsche” vorwirft. Für uns hört sich die Taktik der Schwulenbewegung weitaus öfter nach Gehirnwäsche an als alles, was wir jemals getan haben.

Leider ist es auch bei einigen - wenn auch nicht bei allen - von uns so, dass sie als Kinder missbraucht wurden. Dies sind Tatsachen, die sich nun mal nicht leugnen lassen, wenngleich auch nicht jeder Mensch mit gleichgeschlechtlichen Neigungen in der Kindheit sexuellen Missbrauch erfahren hat, so kommt doch körperlicher, verbaler oder emotionaler Missbrauch schon öfter vor.

Nun heißt es z.B. auch, dass man Homosexuelle nicht mit Pädophilen verwechseln darf und im Grunde stimmen wir dem auch zu. Jedoch finden sich mittlerweile immer wieder auch Anhänger der Schwulenbewegung, die eine Herabsetzung des Alters für sexuelle Kontakte zwischen Menschen desselben Geschlechts befürworten - bis hin zu sexuellen Kontakten mit Kindern, sofern die Kinder und die Eltern zustimmen und das Ganze in "verantwortungsvoller" Atmosphäre geschieht (wenngleich es noch die große Ausnahme darstellt, dass Gays sexuelle Kontakte mit Kindern befürworten). Solche Entwicklungen geben uns sehr zu denken, vor allem auch im Hinblick darauf, was denn dann noch so alles hinter dem Vorhang wartet. Auch finden wir es sehr merkwürdig, dass vieles an den Forderungen und Taktiken der Pädophilen dem ähnelt, was die Schwulenbewegung in ihren Anfängen getan hat. Nein, man kann beides nicht vergleichen. Irgendwie scheint aber hinter beidem etwas weitaus Größeres zu stehen, als alles, was wir uns in unseren kühnsten Traumen vor nicht allzu langer Zeit erwartet hätten. Es ist beinahe so, als hätte man etwas losgelassen, das man nun nicht mehr unter Kontrolle bringt. Eine Tür geöffnet, die sich kaum mehr zu schließen lässt und vieles - gewollt oder ungewollt - mit hereinlässt, das niemand jemals wollte. Oder doch?

Wenn man einmal einen bestimmten Weg beschreitet, wird man es schwer haben, an einem bestimmten Punkt vernünftige und logisch-nachvollziehbare Argumente anzuführen, warum man jetzt stehen bleiben und nicht doch noch einen Schritt weiter gehen sollte. Wir unterstellen keineswegs der Schwulenbewegung, dass sie derartiges will, warnen aber vor der offenen Tür, die sich nun kaum mehr schließen lässt. Ist ein Tabu gebrochen, fällt es beim nächsten umso leichter, die Grenzen zu überschreiten – eine weitere unserer Erfahrungen.

Uns wird auch vorgeworfen, wir würden Menschen zur Ehelosigkeit "verdammen". Dass derartige Vorwürfe auch von Christinnen und Christen kommen, ist erschreckend. Zum einen sind viele unter uns glücklich verheiratet und haben auch Kinder. Zum anderen ist Ehelosigkeit - auch für Menschen mit rein heterosexuellen Empfindungen - aus christlicher Sicht keine "Verdammnis", sondern ein Geschenk. Eine ganze Reihe unserer Mitglieder lebt so – und sie haben ein erfülltes und sinnvolles Leben gefunden, auch - oder gerade weil? - sie ihr altes Leben hinter sich gelassen haben. Nicht zuletzt Jesus selbst hat so gelebt und viele seiner Anhänger ebenso. Im Neuen Testament wird Ehelosigkeit im Übrigen ausdrücklich positiv erwähnt. Wir empfinden es als beleidigend und diskriminierend, unsere Art zu Leben als "Verdammnis" zu bezeichnen.

Werden wir nun umgepolt? Verleugnen wir unsere Identität? Unterdrücken wir unsere Empfindungen? Sagen wir es einmal so: es gab Zeiten, wo viele von uns sich als "gay" oder "homosexuell" bezeichnet haben - immer wieder mit dem Hinweis versehen, sie seien schon immer schwul gewesen. Heute wissen wir, dass wir schon immer "anders" waren, dieses "Anders-Sein" dann irgendwann als "schwul" bezeichnet und rückwirkend unsere ganze Vorgeschichte als "schwul" umdefiniert und alles aus diesem Blickwinkel betrachtet haben. Was aber weis ein Vierjähriger bitteschön von Homosexualität, außer man reibt es ihm unter die Nase oder man lässt Pornos herumliegen? Wir haben unsere wahre Identität in dem gefunden, in dessen Ebenbild wir erschaffen wurden: in Gott. Wir unterdrücken unsere Empfindungen keineswegs und denken auch nicht, dass ihr Vorhandensein uns zu schlechten Menschen macht. Wir sind uns dieser Empfindungen bewusst, was aber keineswegs heißt, dass wir uns von ihnen beherrschen lassen. Dafür müssen wir sie nicht "unterdrücken" oder uns "verleugnen". Wir wissen sehr gut über unser Inneres Bescheid und brauchen keine Hobby-Psychologen, die selbst keine Ahnung haben, wovon sie hier eigentlich reden und die sich anmaßen, über uns zu urteilen. Ebenso wenig brauchen wir Fachleute, die nur das vertreten, was politisch korrekt ist. Viele von uns haben sich in den Jahren, die sie in der schwulen Szene verbracht haben, völlig verändert: ihre Art und Weise zu reden, ihr Aussehen, ihre Mimik und Gestik, ihre Wortwahl, selbst ihre Moralvorstellungen und Freundinnen und Freunde haben sich oft radikal verändert. Nein, das muss nicht zwangsweise so sein, viele von uns haben aber genau diese Erfahrungen gemacht. In den Jahren nach unserem Ausstieg aus diesem Leben haben wir eine Entwicklung durchgemacht und eine tiefgehende Veränderung erfahren dürfen. Heute verstehen wir, dass das, was wir seinerzeit als unsere “wahre Identität” gesehen haben, ein verzerrtes Bild unserer selbst war. Ein Bild, das im Laufe der Jahre immer verzerrter wurde und uns eine Brille übergestülpt hat, die uns den Blick auf unser tatsächliches Selbst verwehrt hat.

Wir schreiben unsere Sichtweise und unser Leben niemandem vor. Aber wir wehren uns gegen Beleidigungen und Unterstellungen, was uns betrifft. Die Freiheit, zu leben wie wir wollen und dies auch öffentlich kund zu tun, genau diese Freiheit, die die Schwulenbewegung jahrzehntelang für sich selbst gefordert hat, fordern wir auch für uns ein. Wir messen euch mit eurem eigenen Maßstab!

Gebetsmühlenartig werden uns "Umpolung", Menschen-verachtende Praktiken der Gehirnwäsche und fundamentalistische Propaganda unterstellt. Allein die gebetsmühlenartige Wiederholung dieser haltlosen Behauptungen grenzt an sich schon selbst an Gehirnwäsche.

Auch wenn man etwas immer wieder wiederholt, wird es dadurch nicht richtiger. Es bleibt aber irgendwann im Kopf der Menschen hängen - ob dies nun gewollt ist oder nicht (wobei man wohl bei vielen eher davon ausgehen kann, dass genau dies beabsichtigt ist - unabhängig vom Wahrheitsgehalt derartiger Aussagen).

Die wenigsten, die all das ungeprüft und kritiklos nachplappern, was man ihnen vorplappert und sich dabei wohl noch sehr schlau und "zeitgemäß" vorkommen, begreifen, dass sie damit genau in die Falle getappt sind, die die Schwulenbewegung schon vor langer Zeit aufgestellt und geplant hat: Schwule und Lesben sind als nette und normale Menschen wie du und ich darzustellen (wobei bewusst verschiedene Aspekte des schwulen Lebens totgeschwiegen wurden und werden). Menschen jedoch, die nicht diese Meinung teilen, sind als radikal, fundamentalistisch, homophob, rückständig, Menschen-verachtend und noch vieles mehr darzustellen – wobei es auch hier auf den Wahrheitsgehalt nicht anzukommen scheint. Selbst Theologen und andere Menschen, die sich für sehr gelehrt halten, fallen blind in diese Grube. Vor allem Ex-Gays werden hier scharf angegriffen, da hier ja die "Gefahr" von innen heraus kommt, von Menschen mit gleichgeschlechtlichen Neigungen selbst. Und was nicht sein darf, das kann auch nicht sein.

Wie ein Mantra wird immer wieder angeführt, Schwule seien so geboren. Und wenn schon? Ohne hier Vergleiche anstrengen zu wollen, aber jeder Mensch kann sich selbst ausdenken, was alles in gewisser Art und Weise von genetischen Vorbedingungen mit beeinflusst wird. Ist es allein damit schon “normal” oder "natürlich"? Wohl kaum. Wir sind nicht die Sklaven unseres Gencodes. Niemand zwingt uns zu einem bestimmten Verhalten. Gott hat jedem von uns die völlige Freiheit geschenkt, sich für oder gegen Ihn zu entscheiden. Was für ein ärmliches Bild von einem Menschen wäre das, zu behaupten, man sei als etwas Bestimmtes geboren und könne gar nicht anders als sich auch so zu verhalten! Das würde aus Menschen willenlose Roboter machen! Sexualität wird von vielen verschiedenen Faktoren beeinflusst. Einige davon sind genetischer Natur. Die Tatsache aber, dass etwas einen genetischen Hintergrund hat, macht es aber nicht “gut” oder “schlecht” oder auch “moralisch akzeptabel” oder “inakzeptabel”. Was wäre, wenn Pädophile morgen mit demselben Argument kommen: wir sind so geboren und können nicht anders? (nochmals: wir wollen damit keine direkten Vergleiche anstrengen, wagen aber doch zu behaupten, dass ein bestimmter Argumentationsstil schwer in Grenzen gehalten werden kann, wenn man ihn einmal verwendet).

Manchmal wird uns auch - selbst von christlicher Seite! - unterstellt, wir würden früher oder später doch unsere Neigungen ausleben, da wir sie nicht ewig unterdrücken können. Nochmals: was für ein ärmliches Menschenbild steckt hinter solchen Aussagen? Viele von uns leben seit Jahren oder gar Jahrzehnten ohne homosexuelle Kontakte, aber mit einem erfüllten Leben. Wer seid ihr, dass ihr über uns urteilen könnt oder euch herausnehmt, in unser Innerstes zu schauen? Was gibt euch das Recht, zu behaupten, wir hätten kein erfülltes Leben, wir würden unser "wahres Ich" unterdrücken usw. Seid ihr Gott??

Ist es nicht eher so, dass ihr hofft (!), wir würden wieder homosexuelle Kontakte haben oder uns als "Ex-Ex-Gays" outen, also als Menschen, die es aufgegeben haben, Freiheit von Homosexualität sowie ein gottgefälliges Leben anzustreben und nun in der Öffentlichkeit Lügenmärchen über uns verbreiten (wer glaubt im übrigen jemandem, der erst für die schwule Sache eingetreten ist, dann Freiheit propagiert hat und schließlich wieder den Rückzieher vom Rückzieher auf seinen Fahnen schreibt - um dann morgen vielleicht wieder umzuschwenken? Solche Menschen sollten wohl eher mal in sich gehen und zur Ruhe kommen. Manch einer scheint hier gerne im Mittelpunkt zu stehen)? Denn wenn wir das tun, könnt ihr mit dem Finger auf uns zeigen und sagen: "Seht ihr - wir haben es ja gleich gesagt!". Wenn dies aber nicht geschieht und viele von uns auch weiterhin ein erfülltes Leben führen, ohne ihre Neigungen auszuleben, dann steht ihr mit euren Thesen unweigerlich ziemlich allein und verloren da - vor anderen, aber auch und gerade vor euch selbst.

Für einen Christen ist es aber beschämend, anderen zu prophezeien, sie würden früher oder später sowieso wieder in ihr altes Leben zurückfallen und sündigen (und auf nichts anderes läuft es hinaus, wenn man solche Thesen verbreitet - ob man das nun beabsichtigt hat oder nicht). Jesus ist am Kreuz gestorben, um die Macht der Sünde zu brechen und uns Freiheit zu schenken. Niemand wird gezwungen, Versuchungen nachzugeben - gleich, welche Empfindungen er/sie hat.

Noch beschämender aber ist es, biblische Aussagen bzw. Aussagen des kirchlichen Lehramts so lange zu drehen und zu wenden und sie so lange zu "interpretieren" und mit tausend Wenn und Aber und diversen Extras zu versehen, bis sie das gewünschte Ergebnis erzielen - in diesem Fall eine Akzeptanz des homosexuellen Lebens. Da ist man sich offenbar ebenfalls für nichts zu schade. Wenn ein Theologe sagt, die Bibel wurde ja nicht homosexuelle Neigungen, sondern nur Handlungen verurteilen und die Handlungen seien überdies im Licht der Zeit zu sehen und nicht für alle Zeiten gültig, so steckt hier wie in allen Irrlehren ein Kern Wahrheit. Ein Kern, der das Ganze sehr gefährlich macht. Ja, die Neigungen an sich sind nicht abzulehnen, da in der Regel niemand sich diese Neigungen aussucht. Mit derartigen Thesen soll aber bewusst oder unbewusst ein Schlupfloch gefunden werden, die die klaren Aussagen der Bibel und des Lehramts als etwas darstellen, das für die "moderne" Form der Homosexualität und im Licht "moderner" Wissenschaft nicht mehr gilt.

Was die Wissenschaft angeht, so ist diese heutzutage nicht mehr frei, da nur mehr das geforscht und verbreitet werden darf, was auch "politisch korrekt" ist. Unzählige Wissenschaftler verschiedenster Fachgebiete weltweit (!) teilen aber nicht diese Auffassung. Manche gehen damit auch an die Öffentlichkeit, andere verschweigen ihre Meinung lieber aus Angst vor Repressalien.

Wenn aber von Theologen ernsthaft behauptet wird, ein homosexuelles Leben sei mit den Aussagen der Bibel und des Lehramts vereinbar, so entbehrt dies nicht nur jeder Grundlage, es verdreht - bewusst oder unbewusst - die Wahrheit in einer Art und Weise, die selbst schon mit dem verglichen werden kann, was die politisch korrekte Meinung als "Fundamentalismus" oder sogar grenzend an "Gehirnwäsche" betrachtet (es mag nicht an sich Gehirnwäsche sein, erinnert aber in manchem daran).

Nicht zuletzt die Bibel selbst hat uns gesagt, dass ihre Weisheit den Gelehrten verborgen bleiben mag, einfachen Menschen oder Menschen, die wie Kinder sind, jedoch das Himmelreich gehört (nein, wir wollen nicht sagen, Theologen kommen nicht in den Himmel. Was wir aber ausdrücken wollen, ist, dass ein Doktortitel auch nicht vor Irrtum schützt und im Gegensatz dazu tiefer Glaube und Gottvertrauen mehr erfahren kann als alle Weisheit der Universitäten).

Nirgendwo in der Bibel wird Homosexualität positiv erwähnt - das Gegenteil ist der Fall: Homosexualität als solche gibt es in der Bibel nicht. Wenn sich Menschen aber homosexuell verhalten oder Menschen des eigenen Geschlechts in Begierde zueinander vergehen, wird dies immer in scharfen Tönen verurteilt und wir werden ausdrücklich davor gewarnt. Dies durch die gesamte Bibel hindurch - in verschiedensten Kulturen und Zeitepochen, sodass niemand ernsthaft behaupten kann, hier würde nur ein kulturelles Verhalten einer bestimmten Zeit angesprochen. Der Verweis, die Bibel sei zwar von Gott inspiriert, aber von fehlbaren Menschen geschrieben, die nur im Licht der eigenen Kultur schreiben konnten, ist höchst gefährlich: zum einen würde er sogar trotz allem die Ablehnung von Homosexualität unterstreichen, da diese durch alle Kulturen hindurch abgelehnt wurde. Zum anderen lässt sich auch diese Tür, wenn sie einmal geöffnet ist, kaum mehr schließen und jede Aussage der Bibel lässt sich nach Belieben und im Licht aktueller Wissenschaft neu “interpretieren”. Das bedeutet aber nichts anderes, als dass man sich selbst zu Gott macht und meint, man wäre schlauer als der Schöpfer des Universums. Den Fehler haben bereits Adam und Eva gemacht. Auch sie haben bereits gezweifelt, ob Gott wirklich gemeint und gesagt hat, was Er gesagt hat…


Wenn dann Theologen oder Wissenschaftler behaupten, dass die vielen Erfolge, die Gruppen wie die unsere verzeichnen darf, ihre Thesen nicht widerlegen, dass all die Menschen, die ihr Leben völlig verändert und Glück und Erfüllung in ihrem neuen Leben gefunden haben, nicht existieren oder sich bestenfalls selbst belügen, dann grenzt das selbst an unselige Praktiken. Hier wird die eigene Meinung verabsolutiert und alles, was dem widerspricht, von vorneherein ausgeschlossen - ohne dem überhaupt nachzugehen. Wie würden Sie das nennen?

"Ihr verändert ja nur euer Verhalten - innerlich bleibt ihr doch dieselben!" heißt es oft. Was gibt euch das Recht, das zu sagen? Könnt ihr in uns hineinschauen? Und selbst eine Verhaltensänderung ist nicht einfach "nur" eine Verhaltensänderung. Wenn etwa ein Alkoholiker (nein, wir wollen nicht Schwule mit Alkoholikern vergleichen) aufhört zu trinken, so hat er damit nicht nur sein Verhalten geändert. Diese Entscheidung beeinflusst sein gesamtes Leben: seinen Beruf, seine Familie, seine Psyche, sein Verhältnis zu Gott und letztlich auch seine Identität. Wir gehen hier aber noch erheblich weiter und erfahren Veränderungen in verschiedensten Bereichen: in unserem Verhältnis zu Menschen des eigenen wie des anderen Geschlechts, in unserem Verhältnis zu Familienangehörigen und Freunden, in unserem Verhältnis zu uns selbst und zu Gott, aber auch in der Art und Weise, wie wir uns selbst sehen, wie wir leben, welche Filme wir ansehen, welche Bücher wir lesen, wie wir reden, wie wir denken sowie in der Entwicklung unserer Männlichkeit/Weiblichkeit und ebenso mitunter in unseren sexuellen und emotionalen Empfindungen. Zu behaupten, dass jemand das nicht tun könne, weil man selbst das nicht kann oder will oder das jemand psychisch krank würde, weil er/sie tut, was man selbst nicht tun kann oder will, ist unehrenhaft.


Die Bibel warnt uns davor, dass Zeiten kommen werden, in denen Irrlehrer auftreten werden und die Menschen die Wahrheit zu ihrem eigenen Verderben verdrehen oder für sie taub werden. Zeiten, in denen Christen verfolgt werden, wenn sie für diese Wahrheit eintreten. Wenn die Menschen selbst Jesus, den Sohn Gottes verfolgt und ans Kreuz geschlagen haben, warum sollte es denen, die Ihm nachfolgen, besser gehen? Solche Zeiten werden kommen und so wie das Fallen des Laubes den Herbst ankündigt werden diese Zeichen das Ende aller Zeiten ankündigen. Nur wenige werden dies begreifen und sich bereit halten. Die meisten werden über sie lachen und sie weiter verfolgen. Uns wurde aber auch gesagt, dass wir uns nicht zu fürchten brauchen. Dies muss so geschehen, aber Jesus wird bis ans Ende aller Zeiten bei Seinen Jüngern bleiben. Er hat versprochen, Seiner Kirche einen Wächter - den Heiligen Geist zurück zu lassen, der in uns wohnt und uns führen und leiten sowie Kraft, Mut und Weisheit schenken wird. Wir sind frei, unsere Wahl zu treffen: entscheiden wir uns für oder gegen Ihn? Entscheiden wir uns für das ewige Leben oder investieren wir lieber in eine "gute Zeit" und "Spaß" in die wenigen Jahre, die wir hier auf Erden haben?

Nur mal angenommen - nur einfach der Diskussion willen: was wäre, wenn Gott tatsächlich gemeint hätte, was Er uns in der Bibel gesagt hat? Wenn das nicht nur fundamentalistische Propaganda und Gehirnwäsche, sondern die pure Wahrheit wäre? Wenn wir eines Tages vor dem Thron Gottes stehen und wer weiß was geben würden, wenn wir nochmals eine Chance bekommen würden und alles anders machen könnten – dies uns aber versagt bleibt, weil wir unsere Chance bereits hatten und nicht genutzt haben?

Was wäre, wenn Jesus tatsächlich lebt?



Das "Coming Out" heißt doch nichts anderes, als dass Homosexuelle ihre Identität finden und auch nach außen dazu stehen müssen. Entsprechende schwule Emanzipierungs-Gruppierungen sind von kirchlicher Seite zu unterstützen und nicht abzulehnen!

Hier zeigt sich das ganze Drama, das die Kirche im Umgang mit Menschen mit gleichgeschlechtlichen Neigungen an den Tag legt: weil man keine Ahnung hat, wie man aus christlicher Sicht mit diesem Thema umgehen soll, öffnet man der Schwulenbewegung gewollt oder ungewollt Tür und Tor. Die Betroffenen bleiben jedoch trotz bester Absichten auf der Strecke.

Warum? Nun, sehen wir uns doch einmal diese Betroffenen an:

Zumeist haben Menschen mit gleichgeschlechtlichen Neigungen keinen Ansprechpartner, der ihnen Verständnis- und liebevoll begegnet, ohne dabei von christlichen Grundwerten abzuweichen. Die Kirche schweigt das Thema in der Regel weiter tot und so sind die einzigen Ansprechpartner früher oder später schwule Gruppierungen, die als einzige Option das Ausleben dieser Neigungen nach Lust und Laune propagieren. Eine andere Botschaft bekommen diese jungen Menschen selten – mal abgesehen von der grundsätzlichen Ablehnung, die nicht vermittelt wird und als Ablehnung der eigenen Person und der eigenen Identität wahrgenommen wird.

Auch in der Kirche selbst spiegelt sich dieses Drama wieder: wenn man denn überhaupt offen für dieses Thema ist, sieht man ebenfalls nur eine Option: Standpunkte der Schwulenbewegung zu übernehmen. Die schwule Propaganda - seit langem vorbereitet und sehr gut strukturiert und geplant – trägt reiche Frucht. Menschen mit gleichgeschlechtlichen Neigungen aus den eigenen Reihen, die es durch Gottes Gnade und die Unterstützung Gleichgesinnter geschafft haben, einen anderen Weg zu gehen werden nicht selten als "Fundamentalisten" oder als Menschen, die sich selbst verleugnen und bei anderen mit unmenschlichen Methoden Gehirnwäsche betreiben, diffamiert. Was um alles in der Welt ist hier geschehen? Um es einmal ganz deutlich zu sagen: Ex-Gay Ministries müsste es nicht geben, wenn die Kirche ihren Job machen würde. Leider hat sie hier zum überwiegenden Teil bisher versagt.

Jedoch sind wir nicht hier, um anzuklagen und mit dem Finger auf andere zu zeigen, sondern um zu helfen.

Leider jedoch wird uns zumeist der Zugang zu den Gemeinden verwehrt. Die einzelnen Gemeindeglieder finden jedoch oft trotzdem den Weg zu uns - ebenso wie Pastoren, Priester, Ordens-Angehörige und andere christliche Amtsträger oder Angehörige bestimmter Gruppierungen. Menschen, die uns immer wieder sagen, sie würden sich nicht trauen, zu ihresgleichen zu gehen und über das zu sprechen, was in ihnen vorgeht – aus Angst, dann mit anderen Augen gesehen zu werden oder mit der noch größeren Angst, eine Botschaft zu bekommen, die sie nicht mit ihrem Glauben vereinbaren können: dass sie ihre Neigungen ruhig ausleben sollen.

Wenn ein Mensch also in jungen Jahren gleichgeschlechtliche Neigungen empfindet, kommt es sehr darauf an, wie er dies selbst sieht und welche Botschaft er/sie nun von der Familie und Kirche zu hören bekommt:

1) Gibt er/sie zu, gleichgeschlechtliche Neigungen zu haben, ist sich aber noch nicht sicher, wie er/sie damit umgehen soll oder ob er/sie diese ausleben soll?
2) Oder sagt er/sie von vorneherein, er/sie möchte diese Neigungen auch ausleben - unabhängig davon, was andere darüber denken?
3) Oder kommt die dritte Möglichkeit in Betracht: er/sie gibt zu solche Neigungen zu haben, sagt aber auch, diese nicht ausleben zu wollen und sucht Unterstützung hierbei?

Gerade bei jungen Menschen sollte man zuerst einmal fragen, was der Betroffene denn überhaupt zu diesem Thema weiß. Auch sollte man sich klar sein, dass es hier nicht um eine vorschnelle Entscheidung geht, sondern dass dies schon seit Jahren im Inneren des jungen Menschen präsent war und er/sie nun endlich den Mut gefunden hat, darüber zu reden. Verletzende Kommentare, Beschimpfungen oder gar Beleidigungen - oder einfach nur ein vorschnelles Wort - würden nun einen verheerenden, kaum mehr gut zu machenden Schaden verursachen. Zunächst einmal sollte man daher den Betreffenden für seinen Mut loben. Auch sollte man sich bewusst sein, dass man ihn oder sie nicht schwul „gemacht“ hat, dass also niemand daran "schuld" ist, wenngleich der familiäre Hintergrund und gerade das Verhältnis zum gleichgeschlechtlichen Elternteil einen erheblichen Anteil an der Entwicklung der Sexualität und Geschlechtsidentität hat.

Wenn der junge Mensch nun die Botschaft bekommt, dass es auch eine andere Option gibt, nämlich Menschen mit gleichgeschlechtlichen Neigungen, die sich entschieden haben, diese nicht auszuleben und die Unterstützung von anderen (Familie, Kirche, Ex-Gay Ministries, Therapeuten, Freunden...) in Anspruch genommen haben, dann kann das Auswirkungen auf sein/ihr gesamtes zukünftiges Leben haben. Ex-Gay Ministries schulen etwa auch Familienangehörige im liebevollen und zwanglosen Umgang mit den Empfindungen ihres Kindes oder Geschwisterteils – etwa was die Möglichkeiten angeht, die besonderen Begabungen des jungen Menschen mit gleichgeschlechtlichen Neigungen in Bahnen zu lenken, die ihn/sie in ihrer Geschlechtsidentität bekräftigen und nicht noch mehr verwirren. Keinesfalls jedoch sollte der junge Mensch zu etwas gezwungen werden. Wenn er/sie sich für ein schwules Leben entscheidet, sind Möglichkeiten zu vereinbaren, unter vorher bestimmten Bedingungen und Grundsätzen, die es auch den Familienangehörigen erlauben, keine Kompromisse hinsichtlich ihres Glaubens einzugehen, ein liebevolles und respektvolles Miteinander zu gestalten.

"Coming Out" heißt für viele immer noch, man müsse seine Neigungen nicht nur vor sich selbst und anderen eingestehen, sondern auch ausleben und dies auch noch gut heißen, da man eben so ist. Dies ist eine Botschaft, die mehr auf Hilflosigkeit gründet denn auf christliche Nächstenliebe. Man weiß nicht, was genau in diesem Menschen los ist und noch viel weniger weiß man, wie man als Christ damit umgehen soll, also sagt man ihm/ihr im Grunde, dem Ganzen doch freien Lauf zu lassen, wenn es denn nicht anders geht. Das ist billige Theologie. Wir schulden unseren Kindern und den Gliedern des Leibes Christi mehr als das!

Ja, jungen Menschen mit gleichgeschlechtlichen Neigungen fehlen Identifikationsmöglichkeiten. Damit meinen wir aber nicht durch die Medien bekannte Persönlichkeiten, die diese Neigungen publikumswirksam ausleben, sondern vielmehr christliche Vorbilder von Menschen mit gleichgeschlechtlichen Neigungen, die erfolgreich einen anderen Weg gegangen sind und trotzdem - oder gerade deswegen! - mit ihren ganz besonderen Fähigkeiten ein erfülltes Leben in Familie, Beruf, Gesellschaft und Kirche gefunden haben. Das ist die Botschaft, die zu vermitteln wir als Christinnen und Christen verpflichtet sind!



Wer Homosexuelle diskriminiert, hat doch nur Angst. Angst vor seinen eigenen gleichgeschlechtlichen Empfindungen, die es ja in beinahe jedem Menschen gibt und Angst davor, dass die Vorstellung von dem, was einen Mann ausmacht, durch Homosexuelle und deren Verhalten ins Wanken kommt!

Hier wird in bester Hobby-Psychologen-Manier vieles in einen Topf geworfen, was nicht dorthin gehört und dann einmal kräftig umgerührt. Das Ganze hört sich ganz gut und vernünftig - und vor allem wissenschaftlich an und scheint keinen Widerspruch zuzulassen - zumindest keinen vernünftigen.

Ist dies wirklich so?

Natürlich kommt es leider immer noch vor, dass Menschen mit gleichgeschlechtlichen Neigungen diskriminiert werden. Diskriminierung ist grundsätzlich abzulehnen und zu bekämpfen – in jeder Form, auch was Ex-Gays betrifft, bei denen man sich oft ebenso wenig mit abwertenden Kommentaren oder gar körperlichen Angriffen zurückhält. Heute wird jedoch mit dem "Diskriminierungs-Vorwurf" gegen jeden vorgegangen, der nicht vollumfänglich Homosexualität und das Ausleben homosexueller Neigungen akzeptiert. Dass eine abweichende Meinung auf vernünftigen Argumenten und christlichen Glaubensgrundsätzen basieren kann, wird von vorneherein geleugnet, da nicht sein kann, was nicht sein darf. Da muss schon eine diffuse "Angst" herhalten. Man stellt die Gegenseite als emotional verkümmertes Etwas mit unterdrückten Gefühlen dar - was an sich schon eine Diskriminierung darstellen kann. Nicht jeder Mensch, der andere diskriminiert, tut dies aus verklemmten Neigungen heraus. Manchmal ist es purer Hass oder Unzufriedenheit mit dem eigenen verkorksten Leben, der Menschen dazu treibt. Nicht jeder Mensch, der zum Thema homosexuelles Verhalten eine andere Sichtweise einnimmt, tut dies aus Angstgefühlen welcher Art auch immer. Das ist eine unzulässige und unehrenhafte Verkürzung und Einengung eines weitaus komplexeren Problems. Nur weil sich etwas gut anhört, ist es noch lange nicht richtig.

Aus unserer eigenen Erfahrung können wir euch im übrigen sagen, dass es in der schwulen Szene Gang und Gebe war - und auch mit einer gehörigen Portion Selbstironie oft zum Gegenstand von Witzen wurde -, dass man jedem Mann (vor allem den gut aussehenden!) unterstellte, homosexuelle Anteile zu haben. Hier war wohl eher der Wunsch Mutter des Gedanken und dies war uns auch durchaus bewusst, hielt uns aber nicht davon ab, gerade Männer anzubaggern, die einen "heterosexuellen" Eindruck machten. Wenn wir schon nicht selbst so sein konnten, wollten wir wahre Männlichkeit (oder was wir dafür hielten) zumindest besitzen. Allerdings war uns im tiefsten Inneren durchaus klar (wenngleich wir das nie zugegeben hätten), dass ein richtiger Mann keinen Sex mit anderen hat - und wenn doch, hat er wohl dasselbe Problem wie wir selbst.

Mit dem Männlichkeits-Ideal ist das so eine Sache. Das größte Problem, das sich Männern heute stellt, ist nicht, dass sie sich durch homosexuelles Verhalten in ihrer Männlichkeit angegriffen fühlen, sondern dass ihnen mehr und mehr die Vorstellung fehlt, was einen richtigen Mann ausmacht. Welche Rolle er in Beruf, Familie, Gesellschaft und der Kirche hat. Eine Definition von einem richtigen Mann kann heute kaum mehr jemand geben. Männer sind in ihrer Geschlechtsidentität zutiefst verwirrt - und verwirrte Männer können eine Menge Unheil anrichten (man sehe sich nur mal die Anzahl männlicher Strafgefangener im Vergleich zu den weiblichen an, oder die steigende Zahl vaterloser Familien usw.). Männliche Qualitäten wie die Übernahme von Verantwortung, die Zurückweisung von Passivität, das mutige Führen anderer bei Bedarf sowie Jesus Christus als Zentrum im Leben eines jeden Mannes gehen schrittweise verloren und werden vergessen bzw. von der Gesellschaft geleugnet und bekämpft. Männer sind sich in ihrer Rolle als Familienoberhaupt, als geistige Führer sowie in ihrer Beziehung zum eigenen wie zum anderen Geschlecht unsicher. Sie haben keine Momente mehr mit anderen Männern (bereits die Bibel weist uns in Sprichwörter 27,17 darauf hin, dass Männer durch andere Männer geprägt werden und deren Gesellschaft brauchen!), wissen nicht, wann sie eigentlich zum Mann geworden sind und ob sie überhaupt einer sind - oder sein dürfen. Das "Gender-Mainstreaming", das vorgibt, für die Rechte von Frauen zu kämpfen, tatsächlich aber die Grenzen der Geschlechter an sich leugnet und damit den Frauen mehr Schaden zufügt als alles bisher dagewesene, setzt den Männern in ihrem Innersten zu. Das beste nämlich, dass einer Frau passieren kann, ist ein richtiger Mann, der sie liebt und ehrt, für sie sorgt und sogar sein Leben für sie geben würde. Der anerkennt, dass Mann und Frau zwar gleich viel wert, aber nicht dasselbe sind - und dass dieser Unterschied gottgewollt und gut ist!

Um eines nochmals klar zu stellen: Menschen mit gleichgeschlechtlichen Neigungen sind nicht weniger wert als Menschen mit rein heterosexuellen Empfindungen. Sie sind anders - und dieses Anders-Sein kann man als eine Gabe sehen, die man zum Wohle für sein eigenes Leben, die Familie, Gesellschaft und Kirche nutzen kann - oder als eine Form sexueller Anziehung, die ausgelebt werden will. Menschen mit gleichgeschlechtlichen Neigungen sind nicht "krank" im Sinne von "geisteskrank". Allerdings ist bei so manchen Menschen mit gleichgeschlechtlichen etwas schief gelaufen - zumeist schon in frühester Kindheit. Hier geht es nicht darum, wer daran "schuld" ist, sondern wie man jetzt damit umgeht. Oft hat dies dazu geführt, dass diese Menschen eine verzerrte Sichtweise von sich selbst und dem, der sie eigentlich sind, bekommen haben und diese Verzerrung als das wahre Ich gesehen haben. Oder dass sie ihre legitimen Bedürfnisse auf eine Art und Weise zu befriedigen suche, die die Bedürfnisse nicht stillt, sondern sie höchstens vergessen lässt und langfristig noch weitaus stärker hervortreten lässt. Schließlich hatten viele von uns einen großen Schmerz tief in uns drin zu verkraften und wir sahen oft keine andere Möglichkeit, als diesen Schmerz dadurch zu betäuben, dass wir ein homosexuelles Leben geführt haben. Wobei sich dieser Schmerz aber nur eine Zeit lang betäuben lässt, irgendwann aber ein Ventil sucht, um zu explodieren.



Die Kirche muss Ergebnisse moderner Wissenschaft anerkennen und darf homosexuelles Verhalten nicht einfach ablehnen!

Ist dem wirklich so? Mal ganz abgesehen davon, dass es bisher nicht einen einzigen Beweis dafür gibt, woher homosexuelle Neigungen eigentlich kommen (wohl aber viele Hinweise auf die Bedeutung der Familie, Erziehung sowie eine genetische Veranlagung, die es uns unter bestimmten Bedingungen erleichtert, uns so und nicht anders zu verhalten. Allerdings gibt es bis heute keinen Hinweis auf ein "schwules Gen". Selbst wenn es dieses aber geben würde, würde es dem Ganzen keinen Abbruch tun, da wir mehr sind als nur Sklaven eines Gencodes!), hätte die Kirche ein Problem, wenn sie ihre Grundsätze sowie die Bibel jedes Mal umschreiben müsste, wenn "neue wissenschaftliche Erkenntnisse oder Theorien" veröffentlicht werden. Die Kirche hat immer die enge Verbindung von Glaube und Vernunft betont. Glaube muss vernünftig sein, um ihn vor sich selbst und anderen begründen zu können, geht aber über rein menschliches Vernunft-Empfinden hinaus. Auch kann die Kirche kein Spielball von Wissenschaftlern sein - noch dazu, wenn sich diese gerade bei diesem Thema uneinig sind. Ein zeitgemäßer Glaube ist etwas anderes als ein Glaube, der sich dem Zeitgeist unterwirft. Eine Kirche, die klare biblische Aussagen "uminterpretiert" oder gleich verwirft, hilft Menschen mit gleichgeschlechtlichen Neigungen nicht - ganz im Gegenteil. Homosexuelles Verhalten wurde in der überwiegenden Anzahl menschlicher Kulturen weltweit und zu allen Zeiten abgelehnt - und das lässt sich nicht alleine auf mangelndes Wissen oder die gesellschaftliche Diskriminierung schieben. Viele Menschen mit gleichgeschlechtlichen Neigungen berichten, wie sehr sich ihr Innerstes dagegen gesträubt hat, als sie diese Neigungen in ihrer frühen Jugend das erste Mal wahrgenommen haben. Und noch Jahre später berichten sie, dass dies unabhängig vom gesellschaftlichen Einfluss so war. Es scheint, als sei Heterosexualität als Standard von unserem Schöpfer so tief in unser Innerstes eingeschlossen worden, dass selbst hartnäckige Versuche, bereits Kinder und Jugendliche zu indoktrinieren und von der Attraktivität homosexuellen Verhaltens überzeugen zu wollen, nur sehr kurzfristige Erfolge haben, langfristig aber auf inneren Widerstand stoßen.

Menschen mit gleichgeschlechtlichen Neigungen ist mit Verständnis und Liebe zu begegnen. Es ist aber auch unsere Verantwortung als Christinnen und Christen, unsere Geschwister im Glauben zu ermahnen, wenn sie vom Weg abkommen und sich von Gott abwenden. Man kann nicht beides haben. Die Bibel sagt uns nicht: Du darfst nicht mit einem Mann liegen, wie man mit einer Frau liegt, außer du bist so geboren worden. Sie hat uns den Standard der heterosexuellen, monogamen Ehe vorgegeben – und diesen über Jahrtausende hinweg aufrecht erhalten. Es steht uns nicht zu, Gott spielen zu wollen und Seinen Willen eigenmächtig und willkürlich zu missachten oder nach Belieben umzuinterpretieren, wenn wir ihn nicht mehr als "zeitgemäß" ansehen.


Sexual Attraction Fluidity Exploration in Therapy (SAFE-T):
Creating a clearer impression of professional therapies that allow for change
Christopher Rosik, Ph.D.

During its May 27th, 2016, meeting, the board of the Alliance
for Therapeutic Choice and Scientific Integrity (ATCSI) voted unanimously to endorse new terminology that more accurately and effectively represents the work of Alliance therapists who see clients with unwanted same-sex attractions. The board has come to
believe that terms such as reorientation therapy, conversion therapy, and even sexual orientation change efforts (SOCE) are no longer scientifically or politically tenable. Among the many reasons the board felt it time to retire these older terms as much as possible were the following:
1. These terms imply that categorical change (from exclusive SSA to exclusive OSA) is the goal. This is a degree of change that is
statistically rare and not demanded of any other psychological experience as a condition of legitimate psychological care.
2. The current terms imply there is a specific and exotic form of therapy that is being conducted (not standard therapeutic modalities)
3. These terms imply that sexual orientation is an actual entity (i.e., the terms all reify sexual orientation as immutable).
4. The terms imply that change is the therapist’s goal and not that of the clients (i.e., it’s coercive rather than self-determined).
5. These terms (especially SOCE) do not differentiate between professional conducted psychotherapy and religious or other forms of counseling practice.
6. These terms have been demonized and/or developed by professionals completely unsympathetic to therapies that allow for change in same-sex attractions and behaviors.

This means that Alliance clinicians are immediately on the defensive as soon as they reference their therapeutic work in these terms.
For all these reasons and more, first the Alliance Executive Committee and then the Alliance Board discussed potential new terminology and finally settled upon the name "Sexual Attraction Fluidity Exploration in Therapy" (the acronym of which is SAFE-T). The Board believes this term has many advantages that commend its usage. First, it addresses all of the concerns noted above. It does not imply that categorical change is the goal and in so doing
create unrealistic expectations for many clients. Nor does it imply that change which is less than categorical in nature cannot be meaningful and satisfying to clients. It also makes clear that
SAFE can occur in any number of mainstream therapeutic modalities. Furthermore, by focusing on sexual attractions it avoids the implicit assertion that orientation changes or that orientation as
an immutable reality even exists. By stressing therapeutic exploration, the new term accurately conveys that the therapist is not being coercive but merely assisting individuals in a client-centered examination of their sexual attractions. The Board also appreciated the fact that the acronym SAFE-T immediately challenges portrayals of the professional therapy utilized by
Alliance clinicians as harmful.
Scientifically, the fluidity of sexual orientation (and, for our purposes, especially same-sex attractions) for many women and men is now beyond question (Diamond & Rosky, 2016; Katz-Wise, 2015; Katz-Wise & Hyde, 2015). The language of SAFE-T highlights this reality and points to human experience that cannot be denied, again without the complicating focus on orientation. The only counterarguments to SAFE-T on fluidity grounds might be that therapy-assisted fluidity has not been proven to occur and such efforts could be harmful. These arguments are much easier to defend against with SAFE-T than when one is trying to defend implications of complete orientation change. First, we know that sexual attraction fluidity occurs in response to relational and environmental contexts, the very factors that therapists routinely
address in their work (Manley, Diamond, & van Anders, 2015).
Second, there is research in progress to support the occurr
ence of therapy-assisted sexual attraction fluidity (Santero,
Whitehead, & Ballesteros, 2016; Pela & Nicolosi, 2016), not to mention a rich history of past research, as good as any research of its era (Phelan, Whitehead, & Sutton, 2009). Finally, recent research on “ex-ex-gays” (e.g., Bradshaw, Dehlin, Crowell, & Bradshaw, 2015; Flentje, Heck, & Cochran, 2013) tells us no more about SAFE-T than research focused on divorced consumers of
marital therapy would tell us about its safety and efficacy. While it
is reasonable to conclude that more research is needed to better comprehend the extent of therapy-assisted sexual attraction
fluidity, denying the potential for such a therapeutic process
would seem to be much more a matter of ideological compulsion than it is one of theoretical or scientific implausibility.
Due to all of these important considerations, the ATSCI Board encourages Alliance members and supporters to join them in employing the terminology of SAFE-T in their professional work. One might say, for example, “I practice a cognitive form of SAFE-T” or “I practice SAFE-T from an interpersonal perspective” or “There is no scientific basis for banning any form of SAFE-T” or even “I don’t do SOCE, I only practice SAFE-T.” Because this term
represents what Alliance clinicians actually do in a scientifically accurate and defensible manner, the Board anticipates that the professional interests of these therapists and the public policy
interests of supporters will be much better served by SAFE-T.

References
Bradshaw, K., Dehlin, J. P., Crowell, K. A., & Bradshaw, W. S. (2014).
Sexual orientation change efforts through psychotherapy for LGBQ individuals affiliated with the Church of Jesus Christ of Latter-Day Saints.
Journal of Sex & Marital Therapy.
Advance online publication. doi: 10.1080/0092623X.2014.915907
Diamond, L. M., & Rosky, C. (2016). Scrutinizing immutability: Research on sexual orientation and its role in U. S. legal advocacy for the rights of sexual minorities.
The Journal of Sex Research. Advance online publication. doi: 10:1080/00224499.2016.1139665
Flentje, A., Heck, N. C., Cochran, B. N. (2013). Sexual reorientation therapy interventions: Perspectives of ex-ex-gay individuals.
Journal of Gay & Lesbian Mental Health, 17, 256-277. doi: 10.1080/19359705.2013.773268.
Katz-Wise, S. L. (2015). Sexual fluidity in young adult women and men: Associations with sexual orientation and sexual identity development.
Psychology & Sexuality, 6, 189-208.
doi: 10.1080/19419899.2013.876445
Katz-Wise, S. L., & Hyde, J. S. (2015). Sexual fluidity and related attitudes and beliefs among young adults with a same-gender orientation.
Archives of Sexual Behavior, 44, 1459-1470. doi: 10.1007/s10508-
014-0420-1
Manley, M. H., Diamond, L. M., & van Anders, S. M. (2015). Polyamory, monoamory, and sexual fluidity: A longitudinal study of identity and sexual trajectories.
Psychology of Sexual Orientation and Gender Diversity, 2, 168-180.
doi: 10.1037/sgd0000107
Pela, C., & Nicolosi, J. (2016, March).
Clinical outcomes for same-sex attraction distress: Well-being and change.
Paper presented at the Christian Association for Psychological
Studies conference, Pasadena, CA.
Phelan, J. E., Whitehead, N., & Sutton, P. M. (2009). What the research shows: NARTH’s response to the APA claims on homosexuality.
Journal of Human Sexuality, 1, 5-118.
Retrieved from , http://www.scribd.com/doc/115507777/Journal-of-
Human-Sexuality-Vol-1
Santero, P. L., Whitehead, N. E., & Ballesteros, D. (2016).
Effects of Therapy on U.S. Men who have Unwanted Same Sex Attraction. Manuscript submitted for publication.

Why Therapeutic Choice Matters
The Threat to Freedom Has Never Been Greater!

Current legislation being considered by the California legislature would ban licensed professional therapy for adults who have questions about their unwanted homosexual feelings (or gender identity) or are experiencing unwanted sexual attractions. In 2012 California passed a bill - SB1172 - that eliminated the right of adolescents or children to receive any professional counseling for their confused or unwanted homosexual feelings that was not gay affirming. No matter what their religious values are. No matter what their personal goals or individual needs are. No matter how much they may wish to avoid certain behaviors any attempt to decrease those attractions or explore their heterosexual possibilities is now illegal in ten states. And now these same radical political activists want to eliminate these same opportunities for counseling conversations or any meaningful association with any counselor who would share their religious values in an open, transparent exploration of their sexual attractions.

(https://www.therapeuticchoice.com/why-therapeutic-choice-matters)

"Liberty is meaningless where the right to utter one's thoughts and opinions has ceased to exist. That, of all rights, is the dread of tyrants. It is the right which they first of all strike down."
- Frederick Douglass