Miserere Nobis!

Hilfe für Katholikinnen und Katholiken mit ungewollten gleichgeschlechtlichen Neigungen

Gnade

Gnade

Gnade (lat. gratia) ist die unverdiente und ungeschuldete, als übernatürliche Gabe zu sehende Zuwendung Gottes zum Menschen, also seine Liebe und Huld.

Die ungeschaffene Gnade ist Gott selber, der sich dem Menschen zuwendet und durch seinen Sohn Jesus Christus im Heiligen Geist schenkt (Einwohnung Gottes in der Seele des Getauften).

Als geschaffene Gnade wandelt Gottes Heilswirken den Menschen innerlich um und gibt ihm Anteil am göttlichen Leben: Die heiligmachende Gnade verleiht dem Getauften eine wesensmäßige Heiligkeit, macht ihn zum Kind Gottes und zum Erben des Himmels; die helfende Gnade schenkt eine besondere Hilfe Gottes in der Erleuchtung des Verstandes und der Stärkung des Willens.

Die Gnade Gottes wird mitgeteilt vor allem durch die Sakramente und das Gebet. In der Sünde wendet sich der Mensch gegen die Gnade Gottes.

Päpstliche Schreiben

Pius XII.

2. Dezember 1941 Rundfunkansprache an Katholische Jungmänner über die Welt der Gnade.

Literatur

Thomas von Aquin: Summa theologica. Die deutsche Thomas-Ausgabe, lateinisch-deutsch, St I-II 106 -114, Band 14: Der Neue Bund und die Gnade, Verschiedene Verlage 1955 (mit Imprimatur)
Hermann Lange SJ:, Im Reich der Gnade, Friedrich Pustet Verlag 1934 (179 Seiten; Imprimatur Ratisbonae, die 16. August 1934 Dr. Höcht Vic. Gen)
Gerhard Hermes: Herrlichkeit der Gnade Christiana Verlag 1984 (204 Seiten; ISBN 3717108425).
Gisbert Menge OFM: Die Gottesliebe, Anfang und Vollendung des Gnadenlebens, in der Reihe: Bücher der Innerlichkeit, Band 8, Butzon & Bercker Verlag 1940 (224 Seiten).
Anton Ziegenaus (Hrsg.): Der Mensch zwischen Sünde und Gnade (Berichtband der 8. Theologischen Sommerakademie Augsburg 2000). Stella Maris Verlag 2000 (260 Seiten; ISBN 3-934225-08-X).
Walter Hoeres: Die Sehnsucht nach der Anschauung Gottes: Thomas von Aquin und Duns Scotus im Gespräch über Natur und Gnade,Patrimonium Verlag 2015 (214 Seiten; Tb; ISBN 978-3864170461).

(Quelle: www.kathpedia.com abgerufen am 11.03.2019)