Miserere Nobis!

Hilfe für Katholikinnen und Katholiken mit ungewollten gleichgeschlechtlichen Neigungen

Gewissenspruefung

Gewissensprüfung


Prüfung des Gewissens und der katholischen Lehre:


Die Zehn Gebote:

Ich bin der Herr, dein Gott.

1. Du sollst keine anderen Götter neben mir haben.

2. Du sollst den Namen Gottes nicht verunehren.

3. Du sollst den Tag des Herrn heiligen.

4. Du sollst Vater und Mutter ehren.

5. Du sollst nicht töten.

6. Du sollst nicht ehebrechen.

7. Du sollst nicht stehlen.

8. Du sollst nicht falsch gegen deinen Nächsten aussagen.

9. Du sollst nicht begehren deines Nächsten Frau.

10. Du sollst nicht begehren deines Nächsten Gut.


Die zwei größten Gebote:

1. Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen und ganzer Seele, mit all deinen Gedanken und all deiner Kraft.

2. Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.


Die Weisungen der Kirche:

1. Am Sonntag und an den anderen gebotenen Feiertagen an der Heiligen Messe teilnehmen und keine Arbeiten oder Tätigkeiten verrichten, welche die Heiligung dieser Tage gefährden

2. Wenigstens einmal im Jahr die eigenen Sünden beichten

3. Wenigstens zu Ostern das Sakrament der Eucharistie empfangen

4. Die Fast- und Abstinenztage einhalten

5. Im Rahmen der eigenen Möglichkeiten der Kirche in ihren materiellen Erfordernissen beistehen



Gott:

Es gibt einen Gott in drei Personen: Vater, Sohn und Heiliger Geist.


Jesus Christus:

Jesus ist eine Person: eine göttliche Person. Er hat zwei Eigenschaften: eine göttliche und eine menschliche.


Die wesentlichen Ereignisse im Leben Christi:

Empfängnis im Leib der Heiligen Jungfrau Maria, Geburt in Bethlehem, Vorstellung im Tempel, Taufe im Fluss Jordan durch den Heiligen Johannes den Täufer, Versuchungen in der Wüste zu Beginn Seines öffentlichen Lebens, Bergpredigt, Verklärung, Letztes Abendmahl, Tragen des Kreuzes zum Kalvarienberg, Tod am Kreuz, Auferstehung und Auffahrt in den Himmel.


Titel der Heiligen Jungfrau Maria:

Die neue Eva, Muttergottes, Mutter der Kirche, Unsere Liebe Frau, Allerheiligste Jungfrau, Königin, Fürsprecherin, Voll der Gnade, Helferin, Mittlerin.


Die vier Kennzeichen der Kirche:

Eine, heilige, katholische und apostolische Kirche.


Die sieben Sakramente:

Taufe, Beichte, Heilige Eucharistie, Firmung, Ehe, Weihe und Krankensalbung.


Was ist ein Sakrament?

Ein Sakrament (lateinisch; deutsch: Geheimnis) ist ein von Christus für seine Kirche und für immer eingesetztes, mit den Sinnen erfahrbares, besonderes und wirksames Zeichen einer unsichtbaren Gnadenwirkung.


Die göttlichen Tugenden:

Glaube, Liebe, Hoffnung.


Die Kardinaltugenden:

Klugheit, Gerechtigkeit, Tapferkeit, Mäßigung.


Die Gaben des Heiligen Geistes:

Weisheit, Einsicht, Rat, Stärke, Erkenntnis, Frömmigkeit und Gottesfurcht.


Die Früchte des Heiligen Geistes:

„Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Güte, Langmut, Sanftmut, Treue, Bescheidenheit, Enthaltsamkeit, Keuschheit" (Gal 5,22-23 Vg.).


Die Seligpreisungen:

Selig, die arm sind im Geiste; denn ihnen gehört das Himmelreich.

Selig die Trauernden; denn sie werden getröstet werden.

Selig, die Sanftmütigen; denn sie werden das Land erben.

Selig, die hungern und dürsten nach der Gerechtigkeit; denn sie werden satt werden.

Selig die Barmherzigen; denn sie werden Erbarmen finden.

Selig, die ein reines Herz haben; denn sie werden Gott schauen.

Selig, die Frieden stiften; denn sie werden Söhne Gottes genannt werden.

Selig, die um der Gerechtigkeit willen verfolgt werden; denn ihnen gehört das Himmelreich.

Selig seid ihr, wenn ihr um meinetwillen beschimpft und verfolgt und auf alle mögliche Weise verleumdet werdet.

Freut euch und jubelt: Euer Lohn im Himmel wird groß sein. (Mt 5,3-12)


Die leiblichen Werke der Barmherzigkeit:

Die Hungrigen speisen, den Dürstenden zu trinken geben, die Nackten bekleiden, die Fremden aufnehmen, die Kranken besuchen, die Gefangenen besuchen, die Toten begraben. 


Die geistigen Werke der Barmherzigkeit:

Die Unwissenden lehren, den Zweifelnden recht raten, die Betrübten trösten, die Sünder zurechtweisen, die Lästigen geduldig ertragen, denen, die uns beleidigen, gerne verzeihen, für die Lebenden und die Toten beten.


Die drei herausragenden guten Werke:

Beten, Fasten und Almosengeben.


Die evangelischen Räte:

Keuschheit, Armut und Gehorsam.


Die sieben Todsünden und die ihnen gegenüberstehenden Tugenden:

1. Hochmut (Eitelkeit, Übermut) – Demut.

2. Geiz (Habgier) – Großzügigkeit.

3. Wollust (Ausschweifung, Genusssucht, Begehren) – Keuschheit.

4. Zorn (Wut, Rachsucht) – Sanftmut.

5. Völlerei (Gefräßigkeit, Maßlosigkeit, Selbstsucht) – Mäßigung.

6. Neid (Eifersucht, Missgunst) – Brüderliche Liebe.

7. Faulheit (Feigheit, Ignoranz, Trägheit des Herzens) – Fleiß.


Sünden gegen den Heiligen Geist:

1. Vermessene Hoffnung auf das Heil ohne Verdienste.

2. Verzweiflung am Heil.

3. Zurückweisung der erkannten Wahrheit.

4. Neid auf die Gnadengabe eines anderen.

5. Verstockung in den Sünden.

6. Unbußfertigkeit bis zum Tod.


Sünden, die zum Himmel nach Rache schreien:

1. Absichtlicher Mord.

2. Analverkehr.

3. Unterdrückung der Armen.

4. Arbeitende um ihren Lohn betrügen.



Neun Arten, wie man zum Gehilfen für die Sünden eines Anderen wird:

1. Durch Rat.

2. Durch Anordnung.

3. Durch Zustimmung.

4. Durch Provokation.

5. Durch Lob oder Schmeicheln.

6. Durch Verbergen.

7. Durch Teilnahme.

8. Durch Schweigen.

9. Durch Verteidigung der sündigen Handlung.


Die vier letzten Dinge:

Tod, Gericht, Himmel oder Hölle.


Gebet vor der Beichte:

Komm, Heiliger Geist, erleuchte meinen Geist, damit ich meine Sünden klar erkenne. Bewege mein Herz, damit ich sie aufrichtig bereue, ehrlich beichte und fest dazu entschlossen bin, mein Leben wieder in Ordnung zu bringen. Geist der Weisheit, gewähre mir, die Bösartigkeit der Sünde zu sehen und ebenso meine Undankbarkeit Dir gegenüber, dem all-liebenden Gott. Geist der Tapferkeit und Stärke, hilf mir, jedes notwendige Opfer zu bringen, um in Zukunft die Sünde zu vermeiden.

Amen.


Gewissenserforschung:

Habe ich Gottes Existenz bezweifelt oder sie geleugnet?

Habe ich mich geweigert, an Gottes Offenbarung zu glauben?

Habe ich an Horoskope, Wahrsagerei, Träume, Glückszauber oder Reinkarnation geglaubt?

Habe ich geleugnet, Katholik zu sein?

Habe ich den katholischen Glauben aufgegeben?

War ich verzweifelt oder habe ich nicht an Gottes Mitleid geglaubt?

Habe ich das Gebet über einen längeren Zeitraum hinweg vernachlässigt?

Habe ich nicht täglich gebetet?

Habe ich Gott gelästert oder Gottes Name missbraucht? Habe ich geflucht oder einen Eid oder Schwur gebrochen?

Habe ich durch meine eigene Schuld die Sonntagsmesse verpasst oder an einem Feiertag, an dem der Messbesuch verpflichtend ist?

Bin ich immer ehrfürchtig in Gegenwart des Allerheiligsten Sakramentes?

War ich unaufmerksam während der Messe?

Bin ich zu spät zur Messe gekommen?

Habe ich die Messe zu früh verlassen?

Habe ich am Sonntag unnötige Arbeit verrichtet?

Habe ich meinen Eltern oder meinen legitimen Vorgesetzten nicht gehorcht oder habe ich sie nicht respektiert?

Habe ich meine Pflichten meinem Gatten, meiner Gattin, meinen Kindern oder Eltern gegenüber vernachlässigt?

Habe ich nicht aktiv Interesse an der religiösen Erziehung und Bildung meiner Kinder gezeigt?

Habe ich mich selbst nicht weitergebildet, was die Lehren der Kirche betrifft?

Habe ich in der Arbeit auch jeden Tag vollständig das geleistet, wofür ich bezahlt wurde?

Habe ich Menschen – besonders junge – schockiert durch das, was ich gesagt oder getan habe?

War ich die Ursache dafür, dass irgendjemand den katholischen Glauben aufgegeben hat?

Habe ich meinen Angestellten einen fairen Lohn gezahlt?

War ich ungeduldig, wütend, neidisch, unfreundlich, stolz, eifersüchtig, rachsüchtig oder voll Hass gegenüber anderen oder war ich faul?

Habe ich ein schlechtes Beispiel abgegeben, Drogen genommen, exzessiv Alkohol getrunken oder mich gestritten?

Habe ich jemanden körperlich verletzt oder getötet?

Habe ich jemanden dazu gebracht, abzutreiben oder dazu geraten?

Habe ich an dem großen Übel, das unter dem Namen „Töten aus Mitleid“ oder Euthanasie bekannt ist, teilgenommen oder dies gebilligt?

Habe ich versucht, mich selbst zu töten?

Bin ich absichtlich unreinen Gedanken oder Sehnsüchten nachgegangen?

Habe ich mich nicht bescheiden und anständig gekleidet?

Habe ich unreine oder anzügliche Worte verwendet?

Habe ich unreine Geschichten erzählt oder ihnen zugehört?

Habe ich absichtlich unreine Fernsehsendungen, Sachen im Internet, in Spielen, Bildern oder Filmen angeschaut?

Habe ich absichtlich unreines Material gelesen?

Habe ich selbst unreine Handlungen vollzogen (Masturbation) oder dies mit jemand anderes getan (Ehebruch, Unzucht oder gleichgeschlechtlichen Verkehr)?

Habe ich außerhalb der Kirche geheiratet oder dies jemand anderem geraten?

Habe ich meine ehelichen Rechte missbraucht?

War ich meinen Ehegelübden gegenüber untreu?

Hatte ich Gesellschaft mit dem Ehepartner eines anderen?

Habe ich künstliche Empfängnisverhütung praktiziert oder wurde ich oder mein Gatte/meine Gattin dauerhaft sterilisiert?

Habe ich gestohlen, betrogen oder anderen geholfen zu stehlen oder gestohlene Waren zu behalten?

Habe ich Wiedergutmachung für gestohlene Waren geleistet?

Habe ich meine Verträge erfüllt, mich bestechen lassen oder dies selbst getan, meine Rechnungen bezahlt, unbedacht gespielt oder spekuliert oder meine Familie der Notwendigkeiten des Lebens beraubt?

Habe ich absichtlich gelogen, um andere zu täuschen oder zu verletzen?

Habe ich einen Meineid geleistet?

Habe ich mit einem gut informierten Gewissen gewählt und in einer Art und Weise, die mit den Lehren der Kirche übereinstimmt, besonders bezüglich der Unantastbarkeit des Lebens und allgemein Angelegenheit hinsichtlich des menschlichen Lebens?

War ich nicht wohltätig in Wort und Tat?

Habe ich Geschwätz verbreitet oder die Fehler und Sünden von anderen offenbart?

Habe ich Geheimnisse, die ich für mich behalten sollte, ausgeplaudert?

Habe ich an den Freitagen während der Fastenzeit oder am Aschermittwoch Fleisch gegessen?

Habe ich wie vorgeschrieben am Aschermittwoch und am Karfreitag gefastet?

Habe ich während der Osterzeit keine Kommunion empfangen?

Habe ich meine Sünden nicht wenigstens einmal pro Jahr gebeichtet?

Habe ich die Kommunion im Zustand der Todsünde empfangen?

Bin ich zur Kommunion gegangen, ohne nicht wenigstens eine Stunde vorher nicht gegessen und getrunken zu haben (Wasser und Medizin sind erlaubt)?

Habe ich eine schlechte Beichte abgelegt?

Habe ich bewusst nicht alle Sünden während einer meiner Beichten gestanden?

Habe ich die Kirche nicht unterstützt?


Wie beichtet man?

1. Der Beichtende bekreuzigt sich und spricht: „Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.“

2. Der Priester sagt in etwa folgendes: „Gott, der unser Herz erleuchtet, schenke dir wahre Erkenntnis deiner Sünden und seiner Barmherzigkeit“.

3. Der Beichtende antwortet mit „Amen“.

4. Es folgt das ehrliche und persönliche Bekenntnis des Beichtenden, das mit einem Reuegebet wie diesem abgeschlossen wird: „Ich bereue, dass ich Böses getan und Gutes unterlassen habe. Erbarme dich meiner, o Herr“. Der Beichtende wird nun mögliche Fragen beantworten, die der Priester an ihn stellt.

5. Der Priester wird dir Ratschläge mitgeben und eine Buße auferlegen.

6. Schließlich erteilt der Priester dem Beichtenden die Lossprechung (Absolution), sofern folgende Voraussetzungen auf der Seite des Beichtenden vorliegen: Reue über die begangenen Sünden, ehrliches Aussprechen der Schuld im Bekenntnis und der Vorsatz, schuldhaftes Verhalten zu ändern und Schaden wieder gutzumachen.

7. Die Lossprechung erfolgt mit folgenden Worten: „Gott, der barmherzige Vater, hat durch den Tod und die Auferstehung seines Sohnes die Welt mit sich versöhnt und den Heiligen Geist gesandt zur Vergebung der Sünden. Durch den Dienst der Kirche schenke er dir Verzeihung und Frieden. So spreche ich dich los von deinen Sünden. Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.“

8. Der Beichtende antwortet mit „Amen“.

9. Es folgt nun der Dank und die Entlassung.

10. Nach der Beichte kann der Beichtende etwa wie folgt beten: „Allmächtiger und gnädiger Gott, dessen Mitleid grenzenlos und immerwährend und dessen Güte unendlich ist, ich danke Dir, weil Du so großzügig all meine Sünden vergeben und Deine himmlische Gunst wieder hergestellt hast. Ich bin voll Ehrfurcht vor Deinem göttlichen Mitleid und der unfassbaren Liebe Deines Sohnes, die Ihn dazu gebracht hat, ein so mächtiges Heilmittel für Sünden einzurichten. In Verbindung mit all der Dankbarkeit, die jemals zu Dir von aufrichtig bereuenden Herzen aufgestiegen ist lobpreise ich Deine Güte und Dein Mitleid im Namen aller im Himmel, auf der Erde und im Fegfeuer – für alle Zeit. Amen.


(Quellen: www.fathersofmercy.com, www.kathpedia.com, www.bistum-eichstaett.de, www.vatican.va, www.de.wikipedia.org)