Miserere Nobis!

Hilfe für Katholikinnen und Katholiken mit gleichgeschlechtlichen Neigungen

Der eigene Koerper

Der eigene Körper


Gerade Männer mit gleichgeschlechtlichen Neigungen haben häufig ein gestörtes Verhältnis zum eigenen - männlichen - Körper.


Ein mögliches Szenario:


Der männliche Körper wird vor dem heranwachsenden Jungen verborgen. Er sieht den Vater nie nackt, duscht nicht mit seinen Brüdern, balgt nicht mit dem Papa oder mit Gleichaltrigen herum - kurz: der männliche Körper wird zu etwas Geheimnisvollen für ihn. Etwas, das andere haben, nicht aber er selbst. Seinen eigenen Körper und seine Geschlechtsteile sieht er vielleicht als etwas Fremdes an.


In der aufkommenden Pubertät wird dieser Junge dann von dem angezogen, was er als "anders" empfindet als er selbst: dem männlichen Körper. In seinem späteren "schwulen" Leben fühlt er sich dann möglicherweise als Frau oder als etwas zwischen allen Geschlechtern - oder er wählt das "Gegenteil" und trainiert sich Muskeln an, zieht Armee- oder Lederklamotten an, lässt sich einen Bart wachsen, schert die Haare kurz und himmelt Männer an, die einem derart verzerrten Comic-Abbild entsprechen. Dabei ist er im Grunde nur auf der ständigen Suche seiner eigenen Männlichkeit - wird sie aber außerhalb sich selbst bzw. im Versuchen, einen "Look" zu kopieren, nie finden.


Was tun?


Ganz einfach - ein gesundes Verhältnis zum eigenen Körper finden.


Ich stellte kürzlich ein Foto von mir mit nacktem Oberkörper online. Obwohl es nur kurz im Internet war, löste es unterschiedlichste Reaktionen aus - von Beifallskundgebungen über Angewidert-Sein bis hin zum "das gehört sich nicht".


All das zeugt nicht nur von einem verzerrten Verhältnis zum eigenen Körper, es zeugt auch von einem verzerrten Bild des menschlichen Körpers aus christlicher Sicht.


Obwohl in jedem Freibad mehr zu sehen ist als auf meinem Bild, wurde angeführt, es sei in Ordnung, im Freibad "ohne" herumzulaufen, nicht aber anderswo.


Das ist - mit allem Respekt - kompletter Unsinn. Es ist Unsinn aus psychologischer Sicht (ein Gehirn macht keinen Unterschied, wo es einen anziehenden Körper sieht. Dementsprechend sind Lustgefühle im Freibad ebenso vorhanden wie anderswo). Es ist aber auch Unsinn in spiritueller Hinsicht (was überall sonst eine Sünde ist, ist das auch im Freibad).


Das Schlimme daran: Ein derartiges Verhalten verstärkt oben genannte Entwicklung und Verzerrung der eigenen Geschlechtsidentität, die so oft ein wesentliches Merkmal bei der Herausbildung gleichgeschlechtlicher Neigungen ist.


Wer es vermeidet, sich im Fitness-Studio um Umkleideraum auszuziehen oder dort zu duschen, wer es vermeidet, sich in Badekleidung oder ähnlichem zu zeigen oder andere darin anzusehen, verstärkt durch dieses Vermeidungsverhalten den ursprünglichen Reiz und signalisiert dem Gehirn: du hast recht. Der männliche Körper ist etwas Geheimnisvolles. Ihn anzusehen oder zu zeigen ist außerdem "unanständig".


Wie viel hilfreicher wäre es, anfängliche Scheu und lustvolle Gedanken zu überwinden und damit sein Gehirn darin zu trainieren, dass der männliche (alternativ weibliche) Körper etwas völlig normales und natürliches ist! Genau das wird nämlich passieren, wenn es zum Alltag gehört, sich mit anderen umzuziehen und der sexuelle Reiz schließlich so gut wie verschwindet.


Warum?


Weil der eigene Körper und das eigene Geschlecht dann eben nicht mehr als etwas Fremdes und Geheimnisvolles betrachtet wird, das andere haben, man selbst aber nicht.


Gilt das ohne jede Einschränkung?


Eigentlich ja - aber nur eigentlich. Adam und Eva sind auch nackt herum gelaufen. Seitdem gab es allerdings den Sündenfall. Niemand wird behaupten können, dass er/sie andere nackte Körper noch nie ohne jeden Hintergedanken angesehen hat, also ist spätestens bei den primären Geschlechtsmerkmalen Schluss.


Alles andere aber kann, darf, soll und muss genossen werden!


So we're supposed to dress up and hide our bodies?

It stuns me everytime to see the reaction of people who left their gay lives or Christians in general to pictures of the human body.
If you dare to post a picture of yourself shirtless, you get responses like "disgusting", "not appropriate" and the like.

So what about it?

We can talk at length about our distorted views of ourselves in our gay lives, but seeing a human body still shocks many of us. To cut it short: this might just as well be a sign of a distorted view of ourselves as some may have had in their gay lives. To hide our bodies creates a myth. They become foreign to us, something you are not supposed to show. What is foreign, becomes soon attractive when sexual desires kick in.

There is absolutely nothing wrong with our bodies. No matter what sexual attraction we have, we need a natural relationship to our bodily self! If you keep on hiding it so you and/or others won't get aroused, you cause exactly that! Forbidden fruit tastes best! I am not talking about running naked in the streets, but loving yourself and others like God created you! What is still kind of tolerated in public swimming pools becomes a no-go in the private area. That has to stop! You feed what you hide. The only way to stop an uncontrollable sex drive and lust when it comes to human bodies is to make them normal and natural to us, so we can enjoy them without fainting.

We need to learn to love ourselves and the way we look. That includes expressing your inner self in the way you dress. It hurts me to see how some people with same-sex attractions try to imitate "straight" people by dressing, talking and acting like them. That makes the gap between the two even bigger and causes an even more distorted view of oneself. Be as you are! Don't be a copy cat! Everybody else is already taken, so no need to imitate them!

If you are a man and you don't like to dress up as the regular John Doe, well then dress the way you feel good! People notice when your outward looks don't match your interior. Those looks will change once your inner world is more at peace.

If you are a woman and you absolutely don't like dresses and skirts, well then keep on wearing your jeans!

To think a "gay" person becomes "straight" by dressing up as one (or as they think a straight person looks like) is simply nonsense and can cause you inner harm if it causes or adds to an identity disorder.

Love yourself, then you can love others! Don't let anybody tell you you need to change your looks so that you become acceptable to them! Christian love is unconditional - no "but" attached!