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Partnerschaft im 21. Jahrhundert

Posted on January 5, 2020 at 8:50 AM

Ich komme aus der Oberpfalz und bin noch sehr traditionell aufgewachsen. Wenn ein Mann und eine Frau dort heirateten, blieben sie ein Leben lang zusammen. Ihnen war klar, dass "Liebe" nicht nur ein Gefühl ist, das kommt und geht, sondern ein Bund fürs Leben. Wenn Schwierigkeiten aufkamen, hat man eben gelernt, sie zu meistern. Konflikte wurden beigelegt. Was auch immer geschah - die Familie ließ man nie im Stich. Darauf konnten sich der Partner bzw. die Partnerin und die Kinder verlassen - und das nicht nur aus finanziellen Gründen. Im Laufe der Jahrzehnte haben diese Ehepaare das aufgebaut, was man wahre, selbstlose Liebe nennt. Sie zu sehen war und ist herzerweichend. Auch nach dem Tod des Einen hat der/die andere nicht mehr geheiratet. Ein besseres Beispiel konnten sie ihren Kindern nicht geben.

Heute verlassen sich die Leute auf ihre Gefühle. Es geht immer um einen selbst. Ich, ich, ich. Ich will dies, ich will das, ich fühle mich hier und dort nicht gut, ich brauche dieses und jenes... Passt einem die Nase des Anderen nicht mehr oder hat man was "Besseres" gefunden, zieht man/frau weiter. Schließlich will mensch ja "glücklich" sein (wieder so ein flüchtiges Gefühl). Dabei bleibt nicht nur der/die zurückbleibende Partner/in auf der Strecke, sondern auch das eigene Herz. Wahre Liebe wird man so nie finden.

Ein Drama für alle Beteiligten.

Aber damit stehe ich wohl allein auf weiter Flur. Dennoch bin ich der festen Überzeugung, dass eine Zerstörung des traditionellen Familienbildes zu dem Chaos geführt hat, in dem wir heute leben und dass nur eine Rückkehr dorthin das Ganze wieder ins Lot bringt.

Categories: Ehe und Familie