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Verbot von Konversionstherapien?

Posted on March 5, 2019 at 12:10 AM

Lässt sich die AfD vor den Karren der Schwulenbewegung spannen?


Am 18.Februar 2019 erklärte der gesundheitspolitische Sprecher der AfD-Bundestagsfraktion, Prof. Dr. Axel Gehrke:


„Unsere Fraktion lehnt jegliche Konversionstherapien entschieden ab! Homosexualität ist keine Krankheit! Eine Behandlung ist aus diesem Grunde weder notwendig noch sinnvoll. Folglich spricht nichts für den Einsatz solcher Therapien. Einem gesetzlichen Verbot von Konversionstherapien stehen wir offen gegenüber.“


Es wird weiterhin darauf hingewiesen, dass "bereits im Jahr 1992 die Diagnose „Homosexualität“ aus dem Krankheitskatalog der WHO gestrichen worden ist"

(https://www.afdbundestag.de/gehrke-ein-klares-nein-zu-allen-versuchen-homosexualitaet-zu-heilen-konversionstherapien)


Ich bin selbst AfD-Mitglied und gleichzeitig in einigen "Ex-Gay Einrichtungen" tätig (Homosexuals Anonymous, Jason International, Miserere Nobis) - und erstaunt darüber, wie leicht sich unsere Partei offenbar der Propaganda der Schwulenbewegung beugt, die doch unserer Position zu Ehe und Familie so eindeutig widerspricht.


- Die Streichung von Homosexualität vom Krankheitskatalog der WHO erfolgte keineswegs auf Basis neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse (die gab es damals nicht und die gibt es bis heute nicht), sondern alleine (!) aufgrund des politischen Drucks der Schwulenbewegung, die ausgehend von den USA den Rest der demokratischen Welt erobern wollte.

- Bis heute ist nich endgültig geklärt, was eigentlich eine sexuelle Orientierung bestimmt. Man geht von einem Bündel verschiedenster Faktoren aus, die in sehr komplizierter Art und Weise zusammenwirken. Im Zuge der Epigenetik weiß man mittlerweile auch, dass u.a. die Umwelt und das eigene Verhalten einen Einfluss darauf haben, ob und inwiefern bestimmte Gene aktiviert oder deaktiviert werden - oder gar die DNA in Teilen geändert wird.

- Gleichzeitig ähneln sich die Lebensläufe vieler Männer und Frauen mit gleichgeschlechtlichen Neigungen in einigen Punkten überdurchschnittlich oft (bei Männern etwa eine nicht eingetretene Bindung zum Vater im Kindesalter).

- Schließlich gehen sowohl neuere Forschungen als auch Behauptungen der Schwulenbewegung selbst von einer "Fluidität" der menschlichen Sexualität aus.

 

Wenn man all das berücksichtig und daran denkt, dass bei jedem Menschen unterschiedliche Faktoren bei der Entwicklung der eigenen Sexualität am Werke waren, ist es naiv und auch ganz einfach falsch anzunehmen, diese Faktoren könnten im Einzelnen nicht angegangen werden. Inwiefern sich das auf die Sexualität als Ganze auswirkt, kann heute kein ernstzunehmender Wissenschaftler mit Sicherheit sagen. Pauschal aber anzugeben, was nicht sein darf, kann auch nicht sein, ist keine Wissenschaft, das ist Propaganda der übelsten Art.


Gehen wir also davon aus, jemand verspüre neben gleichgeschlechtlichen auch heterosexuelle Neigungen und möchte letztere verstärkten. Wer sind wir, dass wir ihm/ihr das verbieten?


Ist es wirklich mit dem hippokratischen Eid zu vereinbaren, einem Menschen, der innere Probleme mit der eigenen Geschlechtsidentität hat, zu sagen, schneide etwas weg und schlucke Hormone ("Geschlechtsangleichung") - und gut isses? Ernsthaft? Wir behandeln innere Konflikte, indem wir gesunde Körper schädigen?


Ich habe viele Jahre in der schwulen Szene verbracht. 2004 (!) habe ich durch die Organisation Homosexuals Anonymous Freiheit davon gefunden - und seitdem nie wieder etwas mit einem Mann gehabt. Und es ging mir nich so gut wie heute.


Das Problem mit diesen Forderungen nach einem Verbot der "Konversionstherapie":


- Die Schwulenbewegung weiß selbst ganz genau, dass die gängigen "Ex-Gay Einrichtungen" eine solche Therapie gar nicht anbieten. Darum geht des ihnen auch gar nicht, denn:

- Mit einer solchen Forderung, der sich viele kaum entziehen können, wird der eigentliche Beweggrund versteckt und unterschwellig eingeführt und kann dann in weiteren Schritten realisiert werden: Das Verbot jeglicher seelsorgerischen oder beratenden Begleitung von Menschen mit ungewollten gleichgeschlechtlichen Neigungen. Die Kriminalisierung anderer Meinungen und letztlich die Verwirklichung des geschlechtslosen Gender-Menschens sowie die völlige Zerstörung der traditionellen heterosexuellen und monogamen Ehe und Familie. Diese sollen durch - nichts - ersetzt werden. Alles soll und darf gehen.


Dafür darf die AfD niemals stehen.


Beugt euch nicht dem Druck der Schwulenbewegung! Allein die traditionelle bürgerliche Familie bringt das Beste für alle Beteiligten - und nichts anderes als das Beste wollen wir.


Ich weiß angesichts meiner Vergangenheit, wovon ich rede. Außerdem durfte ich mittlerweile viele Menschen auf ihrem Weg begleiten. Etliche davon sind mittlerweile glücklich verheiratet und haben Kinder. Wer sind wir, dass wir ihnen das versagen?


Wir müssen zu den Werten unserer christlichen Vorväter und -mütter stehen!


Verteidigt unser Erbe und unser Land!


München, den 04.03.2019


Robert Gollwitzer

www.robert-gollwitzer.com

Categories: Therapie, Politik, Schwulenbewegung