Miserere Nobis!

Hilfe für Katholikinnen und Katholiken mit gleichgeschlechtlichen Neigungen

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Reformen in der Katholischen Kirche?

Posted on July 22, 2022 at 3:15 PM

Weltweit ist die Zahl der Katholiken am Steigen. In Deutschland - dem Land, in dem schon jetzt der liberale Kirchengeist regiert und so ziemlich alles möglich und praktikabel erscheint - steigen nur die Austrittszahlen. Dennoch fordert die Woke-Generation noch mehr "Reformen". Wen juckt es da, dass die Evangelische Kirche, die all das bereits umgesetzt hat, keinen Deut besser dasteht. Man fordert munter weiter, was uns schon jetzt an den Rand des Abgrunds gebracht hat. Eine Kirche, die wie die Welt ist und sich dieser als spiritueller Wellness-Tempel mit moralischem Relativismus (ich bestimme, was richtig ist) anbiedert, braucht hingegen kein Mensch. Das kann die Welt besser als wir.

"Love is no sin" als Schlagwort in der Katholischen Kirche?

Posted on July 5, 2022 at 11:55 AM

Diese Logik widerspricht nicht nur völlig der katholischen Lehre, gemäß der Liebe eben nicht nur ein Gefühl, sondern ein Bund gemäß Jesu Bund mit der Kirche und ebenso ein Symbol der Dreifaltigkeit ist (zwei Menschen werden so sehr eins, dass man dem Einen neun Monate später einen Namen geben muss), sondern führt auch - konsequent weitergedacht- zu absurden Ergebnissen. "Liebe" ist in der Lehre der Katholischen Kirche eben - Gott sei Dank! - etwas anderes als in der Welt. Abgesehen davon würde ein Verstoß gegen das 6. Gebot auch nicht durch "Liebe" gerechtfertigt werden.

Selbst in der säkularen Philosophie aber würde dieses "Argument" aufgrund seiner ethischen Untragbarkeit wohl kaum akzeptiert werden. Man stelle sich vor, wen oder was man alles "lieben" könnte. Wenn allein aufgrund eines Gefühls - das wie alle Gefühle kommt und geht - die Basis für eine moralische Bewertung geschaffen würde, hätten wir ein Problem. Es wundert mich nicht, dass die Zahl der Katholiken weltweit steigt, in Deutschland aber ins Bodenlose stürzt. Eine Kirche, die ihre Grundsätze aufgibt und versucht, wie die Welt zu sein, braucht kein Mensch. Das kann die Welt besser.

"Homophobie"?

Posted on June 4, 2022 at 12:50 AM

Ich habe selbst gleichgeschlechtliche Neigungen und finde es höchst befremdlich, andere zwingen zu wollen, Positionen der Schwulenbewegung für gut zu heißen bzw. sie in eine radikale Ecke zu stellen, wenn sie dies nicht tun.

Mit einer Schwulenfreundlichkeit auf Basis eines dominanten Zeitgeistes kann ich nichts anfangen. Dieses ganze "Leben und leben lassen" wirkt völlig aufgesetzt auf mich. Lass jemand mal wirklich wütend werden oder lass die Zeiten wieder richtig schlecht werden, dann ist diese "Akzeptanz" von Schwulen wieder schnell vergessen.

Ich finde es absolut in Ordnung, wenn jemand - aus welchen Gründen auch immer - einen schwulen Lebensstil oder gleichgeschlechtlichen Sex ablehnt. Das ist sein gutes Recht!

Menschen müssen einander nicht gern haben oder sympathisch finden, wohl aber mit Respekt begegnen. Das heißt nicht, dass sie gutheißen müssen, was die andere tut, aber sie müssen diesem Menschen mit Würde, Respekt, Anstand und Freundlichkeit begegnen.

Was man dabei nicht tun kann, ist Menschen in Gruppen zu teilen und für bestimmte Gruppen (etwa die "Schwulen") besondere Rechte einzufordern oder gar andere als schlechte Menschen abzustempeln ("homophob"), die deren Positionen und Lebensentwürfe aus rationalen, religiösen oder sonstigen Gründen nicht für gut heißen.

Jeder Mensch hat das Recht auf eine andere Meinung und ich kann gut damit leben. Meinungsfreiheit geht in beide Richtungen!

The Credibility of Some Ex-Gays

Posted on March 24, 2022 at 3:40 PM

It saddens me to see Christian men writing books about being an ex-gay, giving talks about it, holding lectures on what the Bible really says about homosexuality - and at the same time living a rather un-Christian - or at least spiritually confused - life themselves. Examples: being married to a divorced woman (which by far the majority of Christians would object to), holding views on the Christian faith that most Christians don't etc.

You can then tell us all you want about "what the Bible says" - without a solid foundation it remains your personal interpretation. As good and as bad as everyone elses. You better refrain from counseling others on how to live a Christian live if you yourself don't.

Right - those people usually find very good reasons why their position is biblically correct (based on their own definition on it, which happens to suit their personal views). But, isn't that what gay Christians are doing as well? How can you criticize them if your life ain't any better?

Homosexuelle in der Kirche

Posted on January 24, 2022 at 10:55 AM

Nachdem ich immer wieder auf dieses Thema angesprochen werde, hier einige Anregungen zu diesem Thema.

Zu meiner Person: Ich arbeite seit 1991 für die Katholische Kirche – und seit 1993 für den Caritasverband der Erzdiözese München und Freising e.V. In dieser Zeit durfte ich hier einige wertvolle Erfahrungen mit „Homosexuellen“ machen.

Ich selbst werde manchmal gefragt, was ich denn nun sei – schwul, bi, hetero? Hierauf gibt es für mich nur eine Antwort: Ich bin Robert Gollwitzer. Als solcher brauche ich nicht für jede Empfindung eine eigene Identität und will auch nicht auf meine sexuelle Orientierung reduziert werden.

Ich habe ca. 20 Jahre in der schwulen Szene verbracht. Damals lernten die Menschen sich in Bars und Saunas kennen. Heute hat sich das eher auf das Internet verlegt. Ich habe all die Erfahrungen dort gemacht, die man als schwuler Mann machen kann – inklusiv einer langjährigen Partnerschaft. Trotzdem war ich am Ende dieser Zeit suizidal – ohne mir wirklich bewusst zu sein, warum.

Durch „Zufall“ kam ich 2004 in Kontakt mit einer Organisation namens „Homosexuals Anonymous“ (www.homosexuals-anonymous.com). Sinn und Zweck dieser an die traditionellen 12-Schritte-Programme angelehnten christlichen Gruppierung ist es, Menschen in Selbsthilfegruppen zu begleiten, die ein Leben jenseits der Szene anstreben und ihre gleichgeschlechtlichen Neigungen – aus welchen Gründen auch immer – nicht ausleben wollen. HA dürfte wohl die älteste Einrichtung dieser Art sein.

Dieser Kontakt hat mein Leben radikal verändert – in vielen unterschiedlichen Bereichen. Wo mein Lebensinhalt früher nur darin bestand, „schwul“ zu sein und dabei so viel „Spaß“ wie möglich zu haben, entdeckte ich nun viele andere Gaben und Talente in mir. Ich machte viele verschiedene Aus- und Weiterbildungen (u.a. als Seelsorger, in Theologie, Psychologie, Psychiatrie, zum Immobilienfachwirt IHK und vieles mehr). Vor allem aber fand ich wieder zurück zur Kirche. Hilfreich dabei waren mir neben der oben genannten Organisation u.a. auch Mitglieder des OPUS DEI. Inzwischen darf bin ich selbst Co-Direktor von Homosexuals Anonymous.

In Deutschland haben wir weiter Organisationen gegründet: Miserere Nobis (www.misererenobis.org, eine katholische Organisation, in der es auch zwei Priester für die Seelsorge gibt), Jason International (www.jason-international.org) und Gays & Ex-Gays (www.gaysandexgays.org, eine Organisation, in der sich sowohl Schwule/Lesben als auch Ex-Gays zusammenfinden). Ziel ist die seelsorgerische Begleitung von Menschen mit gleichgeschlechtlichen Neigungen – unabhängig davon, ob ihr individuelles Ziel eine Abkehr vom Ausleben derselben beinhaltet oder nicht. Auch müssen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer nicht dem christlichen Glauben angehören. So finden sich bei uns etwa auch Moslems.

Im Zusammenhang mit dem Thema „Homosexuelle und Kirche“ gibt es immer wieder Missverständnisse. Zur Aufklärung derselben sowie als konstruktiven Beitrag zu einer gemeinsamen Gestaltung des Themas werde ich nun auf einige Punkte eingehen:

Die Bedeutung des Begriffes „Homosexualität“ scheint vielen gar nicht bewusst zu sein. In der Regel bezieht man sich hierbei auf eine überwiegende und länger Anhaltende sexuelle (und emotionale!) Anziehung für das eigene Geschlecht. Der Begriff selbst ist noch relativ jung (19. Jhdt. – auch „heterosexuell“ ist noch nicht so alt), insofern bevorzugen manche die Bezeichnung „gleichgeschlechtliche Neigungen“ anstatt „homosexuell“.

Nicht die Orientierung wird von der Kirche verurteilt, sondern das Ausleben derselben. Die Lehre der Kirche zum Thema Ehe, Sexualität und Familie empfinde ich als sehr nützlich und hilfreich – wenn man sie denn kennt. Die meisten hören wohl eher nur die Verbote. Diese sind aber nur die Kehrseite der Medaille. Die Kirche als Leib Christi hat ein Menschenbild, dem ich nur vollen Herzens zustimmen kann. Sie verurteilt Menschen mit gleichgeschlechtlichen Neigungen keineswegs. Gerade im Schoß der Kirche habe ich die Liebe und Zuneigung gefunden, die ich in der schwulen Welt nicht hatte.

Wobei wir beim Thema wären: Wer meint, ein schwules Leben sei doch dasselbe wie ein heterosexuelles, irrt gewaltig. Ich führte viele Jahre lang genau dieses Leben, habe unzählige Menschen kennenlernen dürfen und hatte auch viele Sexualkontakte. Die wenigsten Menschen haben wohl eine Vorstellung davon, was in der schwulen Szene als „normal“ gilt und gefeiert – oder zumindest toleriert wird oder unwidersprochen bleibt. Selbst schwule Beziehungen sind meiner Erfahrung nach im Durchschnitt weit weniger langfristig als ihre heterosexuellen Gegenstücke. Sie sind ebenfalls durchschnittlich weitaus „kreativer“ – sprich seltener monogam und durchaus auch sexuell ausgefallener (auch wenn die „Heteros“ in allen Bereichen aufholen). Die beiden zu vergleichen, ist deshalb weder möglich noch zulässig. Es handelt sich um – in der Regel – ganz andere Lebensentwürfe.

Ein wesentlicher Fehler, den viele Schwule machen (inklusiv meiner selbst seinerzeit): Etwas zu respektieren, bedeutet keineswegs, es auch akzeptieren zu müssen. Jeder Mensch hat das Recht, aus Glaubens- oder sonstigen Gründen zu sagen, dass er/sie bestimmte Lebensentwürfe, sexuelle Praktiken oder Formen des Zusammenlebens abzulehnen. Er oder sie ist deshalb keineswegs automatisch „homophob“, genauso wenig wie Seelsorge für Menschen mit gleichgeschlechtlichen Neigungen bedeutet, dass hier „Konversionstherapie“ betrieben wird. Jeder Mensch – ob nun Gay, Ex-Gay, Katholik oder was auch immer – hat Respekt verdient. Von vorneherein für die eigene Position nur hehre und lautere Motive in Anspruch zu nehmen und jede davon abweichende Meinung als „homophob“, „Konversionstherapie“ oder was auch immer zu radikalisieren, ist moralisch und ethisch höchst verwerflich.

Die Kirche ist keine Demokratie und darf dies auch nie sein. Sie ist der Leib Christi. Die Kirche muss auch nicht ihre Lehre zur Ehe und zur Sexualität ändern, weil sich einzelne Geistliche falsch verhalten haben. Änderungsbedarf gibt es dennoch – wenn auch auf anderem Gebiet.

Wir haben viele Jahre Lang dem Erzbischöflichen Ordinariat, der Deutschen Bischofskonferenz und vielen anderen katholischen und anderweitig christlichen Einrichtungen, Gemeinschaften und Organisationen kostenlos unsere Hilfe angeboten und sind dabei regelmäßig auf eine Mauer des Schweigens getroffen. Etliche Priester, protestantische Pastoren, Kirchenangestellte oder einfach nur Gläubige haben sich an uns gewandt, da sie von ihrer Glaubensgemeinschaft entweder gar keine Hilfe bekommen haben oder nicht die, die sie erwartet und erhofft haben.

Was die Kirche nämlich regelmäßig betreibt oder zumindest duldet, ist die Unterstützung einer Theologie, die Positionen der Schwulenbewegung vertritt. Dies jedoch ist eine Offenbarung und Bankrotterklärung des katholischen Glaubens und hilft uns Menschen mit gleichgeschlechtlichen Neigungen, die Jesus Christus nachfolgen wollen, keineswegs. Wenn ich das will, gehe ich in die Welt hinaus, die können das besser.

Wir können von Menschen mit gleichgeschlechtlichen Neigungen aber auch nicht erwarten, dass sie Kopien von „Otto Normalverbraucher“ werden. Wir haben besondere Gaben und Talente, die wir auch und gerade zum Wohle der Kirche nutzen können und sollten. Wir müssen uns nicht verstellen, verkleiden oder jemand anderes imitieren, um einem Bild zu entsprechen, das nicht das eigene ist.

Was keineswegs geschehen darf, ist eine unterschiedliche Behandlung von Menschen. Wir können nicht einerseits zulassen, dass Wiederverheiratete bei uns arbeiten, aber dann bei offen homosexuell lebenden Menschen den Riegel vorschieben. Das wäre allerdings Diskriminierung. Wenn wir von unseren Mitarbeitenden ein Ausleben der katholischen Lehre verlangen (soweit dies arbeitsrechtlich überhaupt noch verlangt werden kann), dann von allen in gleicher Art und Weise.

Hier sind wir an einem Punkt, der mir besonders am Herzen liegt: Manche Menschen führen an, in katholischen Einrichtungen sei der katholische Glaube nur mehr in homöopathischen Dosen vorhanden. Dies ist vielleicht etwas überzeichnet, weist aber auf ein Problem hin: Wir werden immer mehr wie die Welt. Ja, wir leben in eben dieser Welt, sind aber nicht gleichzeitig Teil davon. Wenn wir uns als Katholikinnen und Katholiken in nichts mehr von anderen Menschen unterscheiden, wenn es nichts mehr gibt, weswegen die Leute sich fragen, was an diesen Menschen besonders ist, dann hätten wir allerdings unsere Existenzberechtigung verloren. Den katholischen Glauben auf ein christliches Wellness-Programm zu reduzieren, mit dem jede/r leben kann und von dem niemand etwas hat oder ihn gar gemäß unseren eigenen Vorlieben oder dem politischen Zeitgeist „umzuschreiben“ oder „neu zu definieren“, kann und darf nicht unser Ziel sein.

Es sollte in jeder katholischen Einrichtung, für jede Pfarrei und insbesondere für geweihte Personen oder Menschen in Klöstern Ansprechpartnerinnen oder Ansprechpartner geben, an die sich diese Menschen vertrauensvoll wenden können. Dem ist momentan leider nicht so, wie meine jahrelange seelsorgerische Erfahrung gezeigt hat. Die Erfahrungen, die Menschen unserer Kenntnis nach hierbei gemacht haben, sind teils haarsträubend.

Die Kirche definiert Missbrauch immer noch im juristischen Sinne – bezogen auf Minderjährige. Ein Priester ist aber auch gegenüber Erwachsenen eine Autoritätsperson. Sexuelle Übergriffe sind hierbei demnach anders zu bewerten als bei „normalen“ Personen. Wir mussten bisher die Erfahrung machen, dass die „offizielle“ Kirche offenbar durchaus Kenntnis davon hat, dass manche Priester aktiv sexuelle Kontakte suchen (teils unverhohlen im Internet), dies aber totschweigt, solange der Vorfall nicht öffentlich wird. Diese unsägliche Praxis des „Don’t ask, don’t tell“ in Anlehnung an vergangene Zeiten im US-Militär muss sofort aufhören. Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern nahzulegen, das Ganze nicht öffentlich zu machen, dann würde man es auch kirchlicherseits durchgehen lassen, ist einfach nur scheinheilig.

Das Argument „Gott hat mich so geschaffen“ oder „ich bin so geboren“ ist unlogisch bzw. in der Form auch nicht richtig. Zum einen sind wir theologisch alle von Geburt an Sünder. Das macht Sünde deshalb auch nicht besser noch nimmt es uns aus der Verantwortung. Was die Theorie der genetischen Veranlagung betrifft, so ist diese bisher immer noch nicht zweifelsfrei geklärt und wäre – wenn dem so sei – auch aus moralischer oder auch katholischer Sicht belanglos. Die Tatsache, dass ich eine genetische Veranlagung für etwas habe, macht dies aus Sicht des Glaubens oder auch der weltlichen Moral noch lange nicht „richtig“. Abgesehen davon zeigen die Erkenntnisse der Epigenetik, dass selbst genetische Veranlagungen weitere – etwa umweltbezogene – Faktoren bedürfen, um überhaupt zum Tragen zu kommen.

Suizide von Menschen mit gleichgeschlechtlichen Neigungen dürfen – egal von welcher Seite – nicht für die eigenen Ansichten instrumentalisiert werden. Suizide sind regelmäßig multifaktoriell. Eine einfache Schuldzuweisung ist hier wenig hilfreich.

Ähnlich verhält es sich mit der Diskriminierung: hier ist die tatsächliche und zu verteilende Diskriminierung von der angenommenen oder gar unterstellten zu unterscheiden.

Besonders ärgert es mich, wenn versucht wird, die Lehre der Katholischen Kirche und der Heiligen Schrift nach eigenem Gutdünken „neu auszulegen“ – sprich: ins Gegenteil zu verkehren. Da werden alle möglichen – teils absurden – Vorstellungen ins Feld geführt. Auf mich wirkt das immer so, als wolle da jemand die kirchliche Lehre und die Bibel ändern, damit sie mit seinen/ihren Vorstellungen übereistimmen – statt das eigene Leben der befreienden Lehre Jesus Christi anzupassen.

Kurz und gut: Ich bin nicht „homosexuell“ und schon gar nicht lasse ich mich aufgrund meiner gleichgeschlechtlichen Neigungen vor irgendeinen Karren spannen. Ich bin auch nicht „bi“, „hetero“ oder sonst etwas. Ich bin Robert Gollwitzer. Als solcher will ich keine Sonderbehandlung und ich stelle mich anderen ebenso wenig mit den Worten „Mein Name ist Robert und ich bin schwul“ vor wie sie es tun würden: „Mein Name ist Hans und ich bin hetero“. Das klingt nicht umsonst schräg. Ich respektiere die Lebensentscheidungen von Menschen wie ich Menschen an sich respektiere. Ich unterstelle ihnen nicht, alleine deshalb schlechte Menschen zu sein.

Vor allem unterdrücke ich meine Neigungen nicht, nur wenn ich meine sexuellen Energien auf andere Art und Weise Frucht tragen lasse.

Ähnliches erwarte – und vermisse ich auch manchmal - ich auch von anderen.

Ich sehe bei Verboten der Kirche die andere – positive – Seite, die mein Bestes im Blick hat.

Ich bin auch kein Versager, wenn ich fallen sollte. Auch mein Glaube ist deshalb nicht falsch. Wohin würden wir kommen, wenn wir jedes Mal, wenn ein Christ sündigt, dem christlichen Glauben Wirkungslosigkeit und Sinnlosigkeit unterstellen würden.

Nachdem sich so viele „Homosexuelle“ in der Kirche geoutet haben, tue ich dies auch – wie schon viele Male zuvor, als noch niemand davon sprach. Mein Zeugnis ist aber ein anderes, wenngleich es aber vielleicht gerade deshalb von der Kraft und Liebe unseres Herrn zeugt, der aus einem unheilvollen Lebenslauf immer noch etwas Großartiges machen kann.

München, den 24.01.2022

Robert Gollwitzer

Gender Identity?

Posted on January 15, 2022 at 6:35 AM

My identity? When people ask me whether I am gay, straight or bisexual, I usually answer "I am Robert". That should be enough for them - and myself. Why the need to come up with countless identities? Looking at so many transgender people I feel so sad for them. Why? Because you can never deal with issues on the inside by mutilating a healthy body on the outside. I love those people and they are on my prayer list - which is why I do not join the politically correct choir these days. Men and women are physically and mentally different in so many aspects that it is simply impossible to "transition" from one to the other. Looking at the outcome sometimes, my heart is heavy with grief for some of them. You do not become a woman by using lots of make-up, dressing in pink clothes, wearing high heels or changing your behavior and gestures. Neither do you become a man by wearing lumberjack shirts, growing a beard and a belly, farting and cursing. All of that looks to me like a comic version of a man or a woman (and I do not want to ridicule somebody by saying that - quite on the contrary!). When someone imitates looks, behavior or gestures, I usually start to frown. Why the need to do that? The only reason that comes to my mind then is you might not be happy with yourself as you are. You might not love yourself. That, however, you can never change by altering the outside or swallowing hormones. For those who do not know me, check my homepage: www.robert-gollwitzer.com. You can be "different", not follow every cliche and not copy someone and still be happy with the way you are! Don't get me wrong - it took me decades to come to this point. I do not have to change identities or genders because I am good the way I am! I can fully accept and embrace me now and be the one God created me as! I do not have to undergo surgery, change genders, looks, habits, gestures or facial expressions for Him to love me or for loving myself! I just hope and pray others will come to that point too. You are okay the way you are - no need to change anything, especially not your gender. All the love you need has to come from the inside - and from God. And it does.

Gay Wedding?

Posted on November 20, 2021 at 3:00 PM

Ex-Gays Should Not Attend a "Gay Wedding"! Or Should They?

(a response to Dr. Robert Gagnon)

 

I completely disagree. Sometime ago, I asked the participants of our Homosexuals Anonymous meeting if they would attend a gay wedding. Most said they would. To align that with the cup that aligns you with demons is rather far-stretched if not simply wrong (you quoted 1 Cor 10:14-22). We also do not become a stumbling block to others if we do (your quotation of 1 Corinthians 8-10). Why? Well, let's start at the end of the argument: What has come out of decades of using these kind of arguments? Not too much. Ex-gays spoke at Christian events or in Christian churches and most of the time even charged money for it (commonly refered to as "preaching to the choir"). Ministry to people with same-sex attractions, however, oftentimes lacked of basic qualifications in psychology, psychiatry and medicine - or the misuse thereof. Sometime ago we started doing what the Great Commission told us to: Go and make disciples. It does not mention to sit in your office or church building while waiting for someone to knock on your door. They won't. Well, to cut it short: when we went into the gay dating sites and when we started contacting and meeting with gays it turned out they had never heard of ex-gay ministries. They did express concern that it all had become (or always had been) a "meet market" and were very surprized when we showed genuine interest in them as human beings. About three weeks ago I had dinner with a former collegue who married someone of the same sex. I did not attend the wedding as I was not invited. However, we got along fine. Most of all though all of that opens doors. In the USA there is a huge gap between gays and ex-gays. Without what we are doing here gays would not even know we exist. Those who do refrain from even thinking about us as they are manipulated by gay propaganda and the politically correct media. The fact that we are really interested in getting to know them for who they are (not to raise the number of converts!) is one step closer for them to accept that some of them chose another way. Taking part in a gay wedding would take that even a step further. They know we disagree with the practice of such a union. However, for the first time they even listen to what we have to say. It opens doors in their hearts and minds. By taking part we express our love for them as persons. There are other ways you mean? I don't think so. Refusing to accept such an intimate offer where they really open their hearts for you also means those very hearts will be shut from now on. So we leave it up to our members whether or not they want to go. They get to hear both sides of the argument and can decide for themselves. Blessings, Robert (www.homosexuals-anonymous.com)

So what about "Safer Sex"? - written from a homosexual perspective

Posted on November 6, 2021 at 6:50 AM

So what about "Safer Sex"? What' wrong with it?

"Safer Sex" usually means various protective measures so you can have sex without any danger for your health - for instance through sexually transmitted infections (STI). Examples could be condoms, Prep (taking pills before sex) or protection through HIV-medication. These measures are technical and/or medical things that are per se neither good or bad.

Sometimes the argument that this furthers "immoral behavior" is being said to be primarily used by this "fundamental Christians" in the USA. So what about it?

This argument might be seen as beside the point as it talks about a personal code of moral standards which has nothing to do with one's physical health. Or has it?

I am not a doctor so I can only talk about my personal experience of 20 plus years in the gay scene, having hat multiple partners and lots of - also extreme - sex.

These measures and pills certainly further sexual practices and/or acts that might not have happened without. To deny that would probably be very naive. Again - this also looks like it is neither good nor bad and most certainly in some people's eyes nobody's business.

"Safe Sex" has always been promoted, yet the effect was probably not as some might have hoped. Why? I am going to be very open: Do you know the saying "A stiff dick doesn't have a conscience"? I can only subscribe to that wholeheartedly. I have witnessed that myself so many times - people not caring at all about safety once they were horny. Add to that "Chemsex" (using illegal drugs like meth in order to enhance the sexual pleasure and the orgasm) or "just" alcohol and you get an explosive mix that lowers the barrier of protective measures a lot. All those infections with STI don't come from nowhere - with MSM (men having sex with men) having a relatively huge percentage of the overall infections.

"Safe Sex" might further the willingness to do whatever you want to do sexually. Either you do practice "Safe Sex" and think nothing can ever happen then - or you don't care at all and/or hope that the others do protect themselves at least. Even if not, you might believe there is good medication nowadays.

Irresponsibility and neglicence though keep the numbers of infected people high - and this is not just your own business. All of society has to pay for your decisions then - for example by the high medical costs that need to be covered sometimes over a long period of time by the health insurance companies.

Another point is the emotional side and mental health as a whole. Looking back at my long experience I can only warn you: it is very naive to believe that yielding to any and every impulse to have sex in whatever way and form will not have any consequences for you in that area. I have watched too many people - including myself - over the years to think this has done nothing with their mental health. As to myself: At the end of a 20 year-period I looked at myself and could not believe what had become of me - morally, mentally, physically - in many areas of my life. This is why I left this kind of life.

Finally - even if some people deny it - there is the spiritual aspect. This is one of those things that separates human beings from animals - we (at least most of us) believe in a world beyond what we can perceive with our five senses. I have experienced and heard from many others devastating consequences in that field over the years.

Do not buy arguments that sound logical, simple and clear at first but have a bitter aftertaste. Use your common sense. God has given it to us for a reason.

"Pro-Gay" Statements? No thanks.

Posted on November 5, 2021 at 6:45 AM

What I think of companies using "gay" models in ads or the "live-and-let-live" attitude in society as to the LGBTQIA+ community? Not much. I have same-sex attractions myself and I am too old, I have seen too much to believe in that. Companies target us because they see us as potential customers and for no other reason at all. As to society in general: I firmly believe that everybody has a perfect right for his or her personal values. Forcing people to say they are "pro-gay" violates their human rights and means nothing to me as it is only a statement that does not come from within. When times are getting rough again, that attitude will change in a second. Remember when people ran to the supermarkets at the beginning of Corona buying everything they could no matter if there was still something left for others? All the political correctness was down the river in the blink of an eye when personal comfort was at stake.

Everyone has the right to publicly say they like or dislike certain behaviors or even people. What I ask of everybody though is respect.

As a Christian I believe that we are not meant to like everyone. That is impossible. Nor does everyone else have to like us. What God wants us to do is to love one another the way Jesus loved us. Big difference.

Want to Serve in a Christian Ex-Gay Ministry?

Posted on October 23, 2021 at 11:50 AM

Want to get involved in a Christian ex-gay ministry and counsel people with same-sex attractions who seek a life beyond the gay scene? Here are some points to ponder:

If you want to counsel someone, you definitely need solid psychological training and knowledge as well as guided experience - even when you are not offering psychotherapy. Just to mean well certainly is not enough and might cause a lot of damage. Make sure your knowledge is always up-to-date!

If you offer Christian counseling or pastoral care, get a solid education! There are guidelines that must be followed in order to help your clients!

In order to answer and deal with theological questions, you need to have the background needed to do so. A pastor's degree from the church of the moonlight does not count as theological background!

If you are a man married to a divorced wife because your way of interpreting the Christian faith allows that, do not criticize gay Christians for doing the same.

Do not write self-help books, do not counsel and do not give public speeches if you have none of the above!

Being an ex-gay does not mean you have no same-sex attractions anymore. It means you left a life in the gay scene (or did not even go there to begin with) and chose another way.

Your job is NOT to turn gays into straight people. As a Christian, it does not matter if you have same-sex attractions or not. What matters is if you follow Jesus Christ!

Don't make a living preaching to the choir or by living in the past. Going from Church to Church talking about your experiences is a nice thing to do, but the people that need you most are probably not in there. They are where most Christians usually don't dare to go. Yet Jesus commanded us to go (out!) and make disciples, not to give nice talks to fellow Christians while charging them for it!

You need to be in constant contact with gays as well. They are not your enemies. Love them like Jesus would!

Offer unconditional love - not a "I love you, but..."!

Be there also for those who are not Christians or who want to stay in a gay life. Show them God will never leave them!

Don't keep on giving testimony over and over again. It is not about you and you should not stir things up all the time, but look ahead now!

Be honest! There is nothing wrong with having same-sex attractions! It is up to us what we do with them. Don't tell people you don't have them anylonger ("ex-homosexual") when this is not the truth!

Remember it is always up to the client to set a goal, not to you. Even - and especially - if you have a license as a psychotherapist you should only work within the standards, rules and guidelines of your profession!


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